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Weser-Kurier: Kommentar von Jürgen Hinrichs zum Bahnhofsvorplatz in Bremen

Bremen (ots) - Das war eng, so schien es zumindest. Erst mit dem Ankermieter für das 100-Millionen-Projekt vor dem Bremer Bahnhof konnte man sicher sein, dass der Bau realisiert wird. Sonst hätten die Banken nicht mitgemacht. Ein Desaster, wenn das passiert wäre. Eine Blamage für den Investor, aber auch für Bremen, das ohnehin schon viel zu lange mit der Brache vor dem Bahnhof leben muss, an der Eingangspforte zur Stadt. Nun ist der Ankermieter endlich da. Accor übernimmt 9000 Quadratmeter und hievt das Projekt über die kritische Grenze. Kein Zweifel mehr, dass es nun zügig vorangeht, was schon fast eine Erlösung ist, weil man es zuletzt nicht mehr hören konnte. Immer wieder kündigte der Investor den Baustart an. Passiert ist dann jedes Mal nichts. Kein Wunder, dass zuletzt Zweifel aufkamen, ob es mit dem Neubau überhaupt noch etwas wird. Verständlich auch der Ärger, dass Bremen vorm Bahnhof ein so hässliches Bild bot. Schön wird's die nächsten zweieinhalb Jahre zwar auch nicht, eine Baustelle eben, aber immerhin wächst da was heran und wird irgendwann sicher gut: ein Platz, der wieder ein Platz ist. Eine Architektur, über die man streiten kann, die aber gewiss ihren eigenen Wert hat. Und die Hochstraße endlich ein wenig verdeckt, bevor sie hoffentlich irgendwann abgerissen wird.

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