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Weser-Kurier: Zum Finanzmarktwächter schreibt Maren Beneke:

Bremen (ots) - Nun geht es also richtig los, der Finanzmarktwächter und der Marktwächter für die digitale Welt nehmen ihre Arbeit auf. Dass das auch dringend nötig ist, zeigt nicht zuletzt die Stichprobe im Vorfeld des Projekts: Acht von zehn Haushalten sind bei ihren Anlagen offenbar nicht bedarfsgerecht beraten worden. Eine große Überraschung ist das kaum - haben die Verbraucherzentralen doch auch in der Vergangenheit immer wieder angemahnt, dass viele Produkte zu teuer, zu unflexibel, zu riskant oder nur wenig rentabel sind. Viele Verbraucher sind durch schlechte Beratung in eine Kostenfalle geraten. Und dass nur, weil sie ihrem Bankberater blind vertraut haben. Der Finanzmarktwächter ist nun in der glücklichen Lage, diese Missstände nicht nur öffentlich zu machen, sondern die Unternehmen auch noch abzumahnen. Abzuwarten bleibt allerdings, ob der Finanzmarktwächter am Ende nicht doch ein zahnloser Tiger ist. Denn seine Verbesserungsvorschläge müssen auch in Zukunft von Politik und Aufsichtsbehörden umgesetzt werden - gegen den Widerstand der starken Bankenlobby. Und noch etwas dürfte bekannt sein: Eine neue Vorschrift oder gar ein neues Gesetz geht nicht mal eben so durch alle Instanzen.

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