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Weser-Kurier: Zu Standards für Kitas schreibt Norbert Holst:

Bremen (ots) - Die Zahl spricht für sich: 40 Prozent der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen schmeißen irgendwann ihren Job hin. Für viele von ihnen der Grund: Verantwortung und Belastung stehen in keinem Verhältnis zur Bezahlung. Das hat oft damit zu tun, dass der Personalschlüssel erheblich von einem pädagogisch sinnvollen Betreuungsverhältnis abweicht. Bremen schneidet in dieser Hinsicht gut ab, aber auch an der Weser gibt es personelle Lücken und Notdienste. Aber wenn sich eine Erzieherin in Mecklenburg-Vorpommern um gleich 15 Kinder kümmern muss - wie soll das gehen? Solche Verhältnisse rufen nach bundesweiten Qualitätsstandards. Dabei geht es nicht nur um die Gruppengröße. Es geht auch um Sprachförderung. Oder, immer wichtiger: gesundes, kindgerechtes Essen. Nur jede dritte Kita sorgt dafür, sagt eine Bertelsmann-Studie. All das kostet Geld, keine Frage. Eine Qualitätsoffensive könnten Kommunen und Länder nur gemeinsam mit dem Bund wuppen. Letztlich ist das auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, von der Politiker so gerne reden. Es macht eben einen Unterschied, ob ein kleines Kind eine sehr gute oder eine schlechte Sprachförderung bekommt. Diese Schlüsselkompetenz kann eine Weichenstellung für das weitere Leben sein.

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