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Weser-Kurier: Kommentar von Felix Lee zum Umgang Chinas mit seinen Seltenen Erden

Bremen (ots) - Ausgerechnet Erzrivale Japan machte China 2009 auf sein machtvolles Instrument aufmerksam. Japanische Firmen hatten damals damit begonnen, in großem Maße Seltene Erden aus chinesischer Gewinnung zu horten. Plötzlich wurde der Führung in Peking klar: Mit einem Weltmarktanteil von 95 Prozent sitzt sie auf einem Quasi-Monopol. Diese Vormachtstellung wollte China nutzen, um den Japanern und anderen Hightech-Nationen ihr Wissen abzuringen. Doch dieses Kalkül ist nicht aufgegangen. Nach jahrelangem Streit um Exportbeschränkungen für Seltene Erden wird die chinesische Führung den Handel mit den in der Hightech-Industrie so begehrten Rohstoffen freigeben. Der Vorwurf der Welthandelsorganisation, wonach China mit einer Exportquote heimischen Firmen unfaire Wettbewerbsvorteile verschaffe, dürfte gar nicht ausschlaggebend gewesen sein. China verstößt regelmäßig gegen Regeln des freien Welthandels. Entscheidend für Chinas Einlenken dürfte ein anderer Grund gewesen sein: Längst haben andere Länder bei den Seltenen Erden nachgezogen. Und die Chinesen haben unterschätzt, wie rasch es Japanern und anderen gelungen ist, alternative Rohstoffe herzustellen. Die Chinesen wissen: Mit ihrem Monopol ist es längst vorbei.

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