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Weser-Kurier: Zur Lage der EU schreibt Christopher Ziedler:

Bremen (ots) - Europas Errungenschaften Frieden, Freiheit und Wohlstand sind - 100 Jahre nach Ausbruch des ersten Weltkriegs, 75 nach Beginn des Zweiten und 25 Jahre nach dem Mauerfall - keine Selbstverständlichkeit. Das hat das Erinnerungsjahr 2014 in trauriger Weise gelehrt. Aus Syrien heimkehrende Dschihadisten haben die Terrorgefahr erhöht. Zu den sozialen Verheerungen, die Eurokrise und Sparpolitik speziell in Südeuropa hinterlassen haben, hat sich die Angst vor Krieg gesellt. Das Vertrauen in den Kurs der Regierenden sinkt. Die EU befindet sich mithin in einer existenzbedrohenden Dreifachkrise - ökonomisch, sicherheitspolitisch wie legitimatorisch. Das zeigt schon ein Blick in den Kalender des ersten Halbjahrs 2015, das turbulent zu werden verspricht: Erneut könnte die Eurokrise eskalieren, weil in Griechenland eine Links-Regierung droht. Im März muss die EU-Kommission nicht nur ihr Urteil über die Defizitsünder sprechen, es laufen auch nach einem Jahr die ersten Russland-Sanktionen aus, und weder für eine Verlängerung noch für eine Abschwächung gibt es bisher Einstimmigkeit. Und nach den Unterhauswahlen im Mai wird feststehen, ob Premier David Cameron weiterregieren und den EU-Austritt anbieten wird.

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