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Weser-Kurier: Kommentar von Gesa Below zu "Wetten, dass..?"

Bremen (ots) - Markus Lanz als Nachfolger von Thomas Gottschalk für die Moderation von "Wetten, dass..?" - von Anfang an stand diese Wahl des ZDF unter keinem besonders strahlenden Stern. Hape Kerkeling wollte nicht, Jörg Pilawa wollte nicht - und dann erst kam der Zuschlag für Markus Lanz, der erstmals im Oktober 2012 die traditionsreiche Familienshow moderierte. Das Gschmäckle nach dritter Wahl war von Anfang an dabei. Klar war, dass der eher freundlich-gesichtslose Markus Lanz sich eine andere Form der Selbstdarstellung als der Paradiesvogel Gottschalk würde suchen müssen. Keine goldenen Anzüge, keine schrägen Sprüche, kein charmantes Balzverhalten: Die Luft nach oben zum Vergleich mit Tommy war dünn. Lanz musste aber nicht nur gegen den Vorgänger anlächeln und -klamauken, er trat im Grunde gegen einen viel übermächtigeren Gegner an: Das Format "Familienshow" schafft sich seit Jahren ganz einfach selber ab; immer weniger Familien sitzen am Sonnabend abends gemeinsam vor dem Fernseher. Weil allein dieses Bild schon zum Anachronismus wird, sollte sich Lanz bei seiner vorletzten Show (der letzten in Österreich) nicht zu sehr darüber grämen, dass er sein Soll nicht erfüllt hat.

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