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Weser-Kurier: Zur Lage in der Ukraine schreibt Doris Heimann:

Bremen (ots) - Kiew verschärft den Ton gegenüber den pro-russischen Separatisten im Osten. Präsident Petro Poroschenko will die geplanten Autonomierechte für die Gebiete zurücknehmen. Außenminister Pawel Klimkin droht sogar mit einer Rückeroberung. Das ist kaum realistisch. Jede weitere Militäroffensive würde von Russland abgeschmettert oder könnte Moskau sogar als Vorwand dienen, in die Ostukraine einzumarschieren. Das weiß die Führung in Kiew. Und die Mehrheit der ukrainischen Bürger weiß es auch: Bei der Parlamentswahl siegten die pro-europäischen und gemäßigten Kräfte. Radikale Nationalisten, die zu einer Rückeroberung des Ostens und der Krim aufriefen, blieben marginalisiert. Aber auch der Kreml geht nicht als eindeutiger Sieger aus dieser Situation hervor. Eigentlich war geplant, das besetzte Gebiet über das Donbass hinaus als "Neurussland" bis nach Odessa auszuweiten. Doch mittlerweile hat sich gezeigt, dass die Bevölkerung in der Ostukraine anders als auf der Krim nicht eindeutig für den pro-russischen Kurs ist. Das Vorhaben Russlands, in der russischsprachigen Ostukraine einen Volksaufstand gegen das angeblich faschistische ukrainische Regime in Kiew zu inszenieren, ist fehlgeschlagen.

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