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Weser-Kurier: Zur Reform von Hartz IV schreibt Joerg Helge Wagner:

Bremen (ots) - Ein alter, aber wahrer Mediziner-Spruch heißt: Wer heilt, hat Recht. Doch gegen die Langzeitarbeitslosigkeit hat bislang noch keine Therapie angeschlagen - folglich gibt es für niemanden Grund zur Rechthaberei. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt geht an jenen, die seit einem Jahr oder länger ohne Beschäftigung sind, offenbar völlig vorbei: die Million steht - eisern. Um im Bilde zu bleiben: Angesichts dessen muss man es begrüßen, wenn auch mal der junge Assistenzarzt einen Vorschlag zur Heilung macht. In dieser Rolle sehen wir den 29-jährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker aus Rastatt, Baden-Württemberg. Der fordert neben einem Straf- auch ein Belohnungssystem für Langzeitarbeitslose: Nämlich für solche, die sich besonders bemühen, aus ihrer Situation herauszukommen - etwa, indem sie einen Abschluss nachholen. Charme hat die Idee dadurch, dass dieser "Passiv-Aktiv-Transfer" vor allem in gemeinnützigen Betrieben stattfinden soll. Jeder Cent in solch einem flächendeckenden System wäre gut angelegt. Allerdings dürfen diese Vorschläge nicht missbraucht werden, um Sanktionen gegen ausgemachte Arbeitsverweigerer auszuhöhlen. Fordern und Fördern muss die Devise sein - auch ein alter Spruch, noch aus der Kanzler-Schröder-Ära. Nun aber besteht die Chance, ihm endlich Taten folgen lassen.

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