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Weser-Kurier: Kommentar von Stefan Lakeband zu Umweltzonen

Bremen (ots) - Die Umweltzonen in deutschen Städten sind größtenteils wirkungslos - und das ist gut. Denn was paradox klingt, heißt nur, dass die Idee erfolgreich war: Die Luft ist sauberer geworden, Grenzwerte werden seltener überschritten. Das ist aber kein Grund, sich auszuruhen oder die Umweltzonen ganz abzuschaffen. Nur weil die Luft jetzt besser ist, ist sie immer noch nicht gut. Die Belastung mit Feinstaub ist zwar zurückgegangen, doch es gibt genügend andere Partikel und Gase, die uns auf die Lunge schlagen. Deswegen ist es eine Überlegung wert, die Grenzen für Abgase weiter zu verschärfen. Die Euro-VI-Norm für Neuzulassungen ab September 2015 ist schon ein guter Schritt. Doch bis das Gros der Autos diese Vorgabe erfüllt, wird es noch Jahre dauern. Und deshalb sollten Autos, die nur die Vorgängernorm erfüllen, nicht mit Strafen belegt, sondern Fahrer umweltschonenderer Fahrzeuge belohnt werden, beispielsweise durch freies Parken in den Innenstädten. So würde der Wechsel attraktiver. Attraktiver sollten auch Konzepte wie Carsharing, oder der öffentliche Nahverkehr werden. Das Angebot wächst zwar stetig, kann aber immer noch nicht mit dem Komfort des eigenen Autos mithalten. Deswegen sind nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Politik gefragt, damit es in Zukunft dicke Luft nur noch im Sprichwort gibt.

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