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Weser-Kurier: Zu jungen unbegleiteten Flüchtlingen schreibt Norbert Holst:

Bremen (ots) - Das Problem ist vielschichtig. Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist sprunghaft gestiegen, gerade in Stadtstaaten wie Bremen. Dort sind die zuständigen Stellen und Hilfseinrichtungen am Rande der Belastbarkeit angekommen. Mit Belastbarkeit sind keineswegs nur die Kosten gemeint. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben nach deutschem Recht und internationalen Konventionen einen Anspruch auf eine vernünftige Unterkunft, auf Betreuung und gegebenenfalls auf therapeutische Hilfe. Das gilt übrigens auch, wenn sie Ärger machen - wie in einigen Fällen in der Hansestadt geschehen. Deshalb ist es nachvollziehbar, wenn Bremen die Lasten verteilen will - auch, um die Standards in der Betreuung weiterhin gewährleisten zu können. Künftig sollen die jungen Flüchtlinge ähnlich wie erwachsene Asylbewerber nach Quoten auf die Länder verteilt werden. Ein Beispiel: In diesem Jahr sind bereits mehr als 300 unbegleitete Flüchtlinge nach Bremen gekommen, im ungleich größeren Niedersachsen sind es nicht viel mehr. Nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten liegt es jetzt am Bund, die entsprechenden Gesetze zu verabschieden. Das sollte zügig passieren. Schließlich geht es um das Wohl von Kindern und Jugendlichen, die auf ihrem langen Weg nach Deutschland oft einiges haben durchmachen müssen.

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