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Weser-Kurier: Kommentar von Karin Sturm zum Formel-I-Unfall von Jules Bianchi

Bremen (ots) - Die Sicherheitsbemühungen in der Formel 1 in den letzten 20 Jahren waren weitreichend und erfolgreich - das steht völlig außer Frage. Vielleicht gerade deshalb, weil folgenschwere Unfälle dadurch weitgehend ausblieben, reagiert die Öffentlichkeit jetzt auf den Unfall von Jules Bianchi so geschockt. Aber eines muss auch jedem klar sein: Man kann nicht ein Auto mit Tempo 300 fahren und glauben, jedes Risiko ausschließen zu können. Das heißt aber nicht, dass man keine Fragen stellen und nicht darüber nachdenken sollte, was noch zu verbessern wäre. Wer sich - wie einige Formel-1-Insider - auf den Standpunkt zurückzieht, dass beim Bianchi-Unfall eben viele unglückliche Umstände zusammen gekommen seien und es keine grundsätzlichen Probleme gebe, macht es sich jedenfalls zu einfach. Dinge schnell zu ändern, nur um sagen zu können, man habe etwas verändert, ohne die Folgen bis zum Ende durchzudenken - das hilft niemandem. Diskussionen über grüne Flaggen, die mit dem Kern des Problems nichts zu tun haben, allerdings auch nicht. Bernie Ecclestone hat eine umfassende öffentliche Untersuchung gefordert. Ein erster Schritt wäre es, dafür zu sorgen, dass die Bilder veröffentlicht werden, die über den Unfallablauf Klarheit schaffen könnten.

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