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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Hanuschke über den Verkauf von Atlas Elektronik

Bremen (ots) - Jetzt setzt Airbus-Chef Tom Enders das um, was er vor einem Jahr angekündigt hat: sich von dem trennen zu wollen, was nicht fliegt, um sich noch intensiver aufs Kerngeschäft konzentrieren zu können. Ob sich die Mitarbeiter bei Atlas Elektronik Sorgen über ihre Zukunft machen müssen, weil Airbus seine Anteile verkaufen will? Eher nicht - zumindest, wenn man aus der Vergangenheit ableitet, was in der Zukunft passieren wird: In der 112-jährigen Geschichte von Atlas Elektronik gab es zahlreiche Eigentümerwechsel, und immer wieder war das Unternehmen interessant für Investoren - der Verkauf von Rüstungsgütern war ein sicheres und lohnendes Geschäft. Ob das so bleiben wird? In den vergangenen Wochen sorgte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in der Rüstungsindustrie ein wenig für Unruhe: Er hatte angekündigt, insbesondere bei Rüstungsexporten in Drittstaaten strengere Grundsätze anlegen zu wollen. Allerdings ruderte er zurück: Deutsche Unternehmen würden auch in Zukunft nicht nur Bündnispartner, sondern auch andere Staaten mit Rüstungsgütern beliefern - um zum Beispiel die Terrorismusbekämpfung oder den Schutz von Küstengewässern zu ermöglichen. Das war wieder mehr nach dem Geschmack der Rüstungsindustrie. Insofern werden sich auch für die Airbus-Anteile an Atlas Elektronik Interessenten finden: Die Produktion von Rüstungsgütern wird eben ein sicheres Geschäft bleiben.

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