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Weser-Kurier: Kommentar von Alexander Pitz zum Thema Gleichstellung

Bremen (ots) - Auf den ersten Blick klingt der Unterschied dramatisch: Frauen in Deutschland verdienen durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Vergleicht man allerdings nur Männer und Frauen mit ähnlicher Berufserfahrung, Bildung und Position, beträgt die Lohnlücke nur noch sieben Prozent. Doch auch für diese Restdifferenz gibt es Erklärungsansätze: Ein Grund könnte zum Beispiel sein, dass männliche Arbeitnehmer in Lohnverhandlungen tendenziell selbstbewusster auftreten als ihre Kolleginnen. Aber kann man daraus einen gravierenden gesellschaftlichen Missstand ableiten? Das Statistische Bundesamt, Herausgeber der Zahlen, weist darauf hin, dass die bereinigte Lücke "eine Obergrenze" für den Verdienstunterschied darstellt. Übersetzt heißt das: In vielen Betrieben gilt bereits jetzt das Prinzip: gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Dennoch überbieten sich SPD, Grüne und Linke mit aktionistischen Gleichstellungsprojekten. Ein "Entgeltgleichheitsgesetz" soll her. Auch in puncto Frauenquote müsse nachgebessert werden. Eines aber übersehen die Gleichstellungspolitiker: Wenn man die Wirtschaft mit einem Übermaß an Gender-Bürokratie abwürgt, wird dadurch niemand mehr Geld verdienen. Viel wahrscheinlicher ist, dass dann am Ende alle weniger bekommen.

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