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Weser-Kurier: Über Drohungen der Sportfunktionäre schreibt Peter Voith:

Bremen (ots) - Die Frage, ob Bremens Alleingang, die DFL bei Fußball-Risikospielen zur Kasse zu bitten, klug war - darüber lässt sich streiten. Streit gehört zur demokratischen Kultur. Aber dass Sportfunktionäre wie die Präsidenten Rauball (DFL) und Hörmann (DOSB) auf demokratisch legitimierte Entscheidungen mit Erpressung reagieren, ist unverschämt. Nichts anderes ist es, wenn diese Herren einfach sagen: Was? Ihr wollt Geld von uns, dann streichen wir Bremen aus unserem Veranstaltungskalender. Hier den gesamten Sport in Geiselhaft zu nehmen, ist die blanke Arroganz der Macht. Hier sollen keine internationalen Tischtennis-, Handball- oder Karateturniere mehr stattfinden, obwohl diese Veranstaltungen mit der Debatte über zusätzliche Polizeikosten bei Risiko-Spielen mit gewaltbereiten Fans gar nichts tun haben? Eine absolut überzogene Reaktion. Zumal ja Bremen erst die erwarteten Gerichtsprozesse abwarten will, bevor dann vielleicht tatsächlich der erste Euro fällig wird - ein Angebot an die Gegenseite doch ganz im Sinne von Fair Play. So möchte man auch den Sportfunktionären raten, verbal etwas abzurüsten. Oder haben sie gehofft, Rot-Grün in Bremen werde dem Angriffsdruck schon nachgeben? Dann dürften sie sich geirrt haben. Womöglich feuern sie aber auch deshalb aus allen Rohren, weil sie das Gerichtsurteil fürchten.

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