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Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagner zur Lage in der Ost-Ukraine

Bremen (ots) - Wladimir Putin ist zweimal gescheitert: Er konnte den Abschuss eines vollbesetzten Passagier-Jets durch die von ihm gepäppelten Separatisten nicht verhindern - und er konnte die Katastrophe nicht der ukrainischen Regierung in die Schuhe schieben. All die makabren Vertuschungsversuche mit verscharrten Leichen und verschwundenen Flugschreibern haben mit heimlicher Billigung des russischen Präsidenten stattgefunden - nur genutzt haben sie ihm nicht. Im Gegenteil: Russland ist auf dem europäischen Kontinent fast völlig isoliert. Der Spott über die zögerlichen Sanktionen weicht allmählich der Erkenntnis, dass dieser stetig wachsende Druck ziemlich genau zu Beginn des russischen Winters seine volle Wirkung entfalten wird. Dann wird man zwar nicht frieren, aber der Rubel wird kaum noch etwas wert sein. Putin kämpft auch zu Hause an zwei Fronten: Die Demokraten wollen sein repressives System überwinden, während die Hardliner ihn immer tiefer in den Ukraine-Konflikt treiben. Dabei haben die sogenannten pro-russischen Rebellen nicht einmal die Unterstützung der heimischen Bevölkerung. Es ist wie im Gaza-Streifen: Ein paar Tausend Bewaffnete halten die Zivilisten in blutiger Geiselhaft. Bislang verlängert Putin diese Tragödie.

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