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Weser-Kurier: Kommentar von Silke Looden über das Oldenburger Urteil zur Ems-Vertiefung

Bremen (ots) - Im Streit um die Überführung von Kreuzfahrtschiffen der Meyer-Werft hat das Oldenburger Verwaltungsgericht ein klares Urteil gesprochen. Auch das nächste, noch größere schwimmende Hotel darf über die Ems von Papenburg in die Nordsee geschleppt werden. Die Ausnahmegenehmigung für das Aufstauen des Flusses zu Lasten der Natur ist rechtens. Damit steht der Überführung der "Quantum of the Seas" nur noch ein mögliches Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entgegen. Aller Voraussetzung nach aber werden die Naturschützer die Überführung geschehen lassen. Das macht Sinn. Denn erstens muss der so gut wie fertig gestellte Luxusliner der neuen Generation heraus aus dem Dock, und zweitens können die Umweltorganisationen nur einen Masterplan zur Rettung des Flusses erreichen, wenn sie die im September anstehende Auslieferung des Kreuzfahrers nicht ausbremsen. Ob der Plan aufgeht, hängt nicht zuletzt am Land Niedersachsen. Wer immer neue Ausnahmen für den Bau von immer größeren Kreuzfahrtschiffen im Binnenland genehmigt, muss sich nicht wundern, wenn der Ems die Luft ausgeht. Natürlich sind mehr als 3000 Jobs bei Meyer ein Argument. Inzwischen aber geht es um die Rettung eines Lebensraumes - auch für die Werftarbeiter.

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