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Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagner zum Krieg im Irak

Bremen (ots) - Seit drei Jahren schaut man im Westen dem Schlachten in Syrien völlig ratlos zu. Die gemäßigte Freie Syrische Armee, die gegen Diktator Assad kämpft, lässt man am ausgestreckten Arm verhungern. Flugverbotszonen gegen Assads Fassbomben werfende Hubschrauber? Fehlanzeige. Obamas "rote Linie" im Fall von Giftgas-Einsätzen? Ein Witz. Waffenlieferungen an gemäßigte Rebellen? Zerredet. Unterdessen wurden die Islamisten von den Golfstaaten massiv aufgerüstet. Kein Wunder, dass ihnen vom Westen enttäuschte Kämpfer zulaufen. Kein Wunder, dass sie von Sieg zu Sieg eilen. Kein Wunder, dass Assad sie dort kaum behelligt, wo sie vornehmlich seine Gegner massakrieren. Kein Wunder, dass sich ihr Terror nach Irak ausbreitete und bald auch den Libanon und Jordanien erfassen wird. Man kann hoffen, dass sich die Islamisten gegenseitig bekämpfen, wie sie es in Syrien bereits tun. Die Flüchtlingsströme wird das nicht stoppen. Man kann aber auch zumindest aus der Luft eingreifen, um ein marodes Regime vor dem völligen Zusammenbruch zu retten. Das ist nicht populär. Oder man wartet, bis man die Geschichte des Afghanistan-Krieges wiederholen muss - nun zwei Flugstunden näher.

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