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Weser-Kurier: Zum Ultimatum Netanjahus schreibt Daniel Killy:

Bremen (ots) - Natürlich war es strategisch unklug von Israels Premier Benjamin Netanjahu, dem Palästinenser-Führer Abbas ein Ultimatum zu stellen. Er möge sich entscheiden, ob er mit Israel oder mit der Terrorgruppe Hamas Frieden wolle - beides ginge nicht. Netanjahu hätte einfach nur abwarten müssen, bis Abbas in die selbst gestellte Falle tappt. Doch "Bibi" antwortete auf das Buhlen der Fatah um die Hamas mit dem Herzen - und brachte zum Ausdruck, was Millionen Israelis auf der Seele liegt. Warum lassen wir Terroristen als Vorbedingung frei, um mit Terroristen darüber zu verhandeln, dass sie uns akzeptieren? Welchen Sinn haben Verhandlungen, wenn der Gesprächspartner mit denen marschiert, die uns per Grundsatzprogramm vernichten wollen? Warum müssen wir immer das falsche Spiel Land gegen Frieden spielen - seit 65 Jahren? Netanjahu hat Recht mit seiner Reaktion; und doch war sie politisch falsch. Denn die Demokratie Israel muss auch in Verhandlungen ihre moralische Überlegenheit zeigen. Das wäre ein Leichtes gewesen, hätte man Abbas sein Appeasement mit den Hamas-Killern vollenden lassen. So können nun wieder die unsäglichen Fatah-Diplomaten mit dem Finger auf Israel zeigen. Aber immerhin: Endlich einmal hat Moral über Strategie gesiegt in der Politik.

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