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Weser-Kurier: Kommentar von Matthias Sander zu gescheiterten Immobilien-Fonds:

Bremen (ots) - Es mag teils schönfärberisch gewesen sein, wie die Deutsche Fonds Holding des Bremer Bauunternehmers Kurt Zech und die SachsenFonds GmbH für ihre beiden Indien-Fonds warben. Auch die Prognose, innerhalb von drei Jahren sechs riesige Immobilien-Projekte hochzuziehen und zu vermarkten, erscheint mindestens sehr optimistisch. Allerdings kann man auch fragen, ob sich ein paar Tausend Anleger nicht gerne haben blenden lassen: 50 Prozent Rendite - wo muss ich unterschreiben? Es gehört schon eine gewisse Gutgläubigkeit dazu, sich bei Investitionen mit Mindestbeteiligungen von 10000 Euro oder mehr allein auf offizielle Prospekte und Bankberater zu verlassen. Beide machen Werbung. Bei jedem Kleinkauf vergleichen Konsumenten heute Produkte im Internet, lesen Kommentare und Testberichte. Viele Anleger der Indien-Fonds haben das offenbar nicht getan. Berichte aus Indien über Korruption, Missmanagement und langsame Behörden gibt es nicht erst seit gestern. Die englischsprachigen Zeitungen Indiens sind im Internet frei zugänglich. Und zumindest die Anleger des zweiten Fonds, dessen Zeichnungsfrist im Jahr 2009 endete, hätten die Weltwirtschaftskrise auf dem Schirm haben müssen.

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