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Weser-Kurier: Silke Hellwig zum Erfolg des "Pflege-Bahr"

Bremen (ots) - Wer sich Sorgen über die Zukunft macht, leistet Vorsorge. Das ist vernünftig, die Erfahrung lehrt, dass es schlimm kommen kann - etwa wenn man im Alter pflegebedürftig wird und sich nicht die Betreuung leisten kann, die man sich wünscht. Die Gesellschaft altert, die gesetzlichen Versicherungen sind dem nicht mehr gewachsen. Wenn der Staat private Vorsorge auch noch fördert, reiben sich die Versicherungsgesellschaften die Hände: Nach der Riester-Rente ist der "Pflege-Bahr" für sie ein Glücksfall. Umstritten ist hingegen, ob oder in welchem Umfang das auch für die Versicherten gilt. Wer soll seriös sagen können, wie sich das Gesundheitswesen in den nächsten Jahrzehnten entwickelt? Mit ziemlicher Gewissheit kann man sagen, dass die Leistungen nicht billiger werden. Schon gar nicht, wenn das Pflegepersonal eines Tages tatsächlich so bezahlt werden sollte, wie es seine psychisch und physisch aufreibende Tätigkeit verdient. Tatsache ist auch, dass private Zusatzvorsorge nicht schaden kann. Knausern sollte man sicher nicht gerade da, wo es darum geht, sich eines Tages Zuwendung, Pflege und auch Zeit erkaufen zu müssen. Insofern ist - so altmodisch das auch immer sein mag - eine intakte, liebevolle Familie immer noch die beste private Pflegeversicherung.

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