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Weser-Kurier: zu Arztbesuche/Abschaffung Praxisgebühr:

Bremen (ots) - "Die Praxisgebühr war ein unsoziales Instrument, das der Subventionierung der gesetzlichen Krankenkassen diente. Jährlich brachte sie ihnen seit der Einführung im Jahr 2004 rund zwei Milliarden Euro zusätzlich ein. Spätestens, als sich die Überschüsse der Kassen im 20-Milliarden-Euro-Bereich bewegten, war die Praxisgebühr auch politisch endgültig nicht mehr vertretbar. Das komfortable Polster wird zwar nicht ewig halten. Schon 2015 sollen die Kassen wieder ins Minus rutschen, Argument für eine Neuauflage der Zehn-Euro-Abzocke ist das aber keineswegs. Die Abschaffung der Praxisgebühr war vor allem auch deshalb richtig, weil sie in den Arztpraxen für wahnwitzigen Bürokratieaufwand gesorgt hat. Statt Untersuchungen vorzubereiten und Patienten zu versorgen, waren Arzthelferinnen teilweise mehr damit beschäftigt, Geld entgegenzunehmen, Wechselgeld herauszugeben, Quittungen auszudrucken. Zeit, die eigentlich für die Patienten reserviert sein sollte."

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