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Weser-Kurier: Zum öffentlichen Auftritt von drei britischen Geheimdienst-Chefs schreibt der Bremer WESER-KURIER:

Bremen (ots)

Die Chefs der drei wichtigsten britischen Geheimdienste haben in einem bemerkenswerten Auftritt versichert, dass sie sich mit ihren vielfältigen Spionageaktionen streng im Rahmen des Gesetzes bewegen. Doch nicht die Wiederholung dieser Aussage ist die Sensation - was sollten sie auch sonst sagen? -, sondern der Fakt, dass die Erklärung vor laufenden Kameras im Geheimdienstausschuss des Unterhauses erfolgte. Erstmals in der Geschichte des britischen Parlaments war bei der Befragung der Chefs der drei wichtigsten Geheimdienstorganisationen MI<ET>5, MI<ET>6 und GCHQ das Fernsehen zugeschaltet. Den britischen Spionagebehörden wird vorgeworfen, gemeinsam mit den US-amerikanischen Horchdiensten flächendeckend Bürger und befreundete Nationen ausgeforscht zu haben. Hinzu kommt der Verdacht, dass sich die geheimnisumwitterten Organisationen der Kontrolle durch das Parlament, das ihnen pro Jahr zwei Milliarden Euro Steuergeld zuspricht, weitgehend entziehen. Mit der Live-Übertragung aus dem Geheimdienstausschuss haben die britischen Parlamentarier nun zumindest mit einer auch in Deutschland immer noch weit verbreiteten Mär aufgeräumt. Nämlich, dass Spione sich über ihre Tätigkeit nicht öffentlich äußern können oder dürfen, ohne die nationale Sicherheit zu riskieren. Die Öffentlichkeit bekam zu sehen, dass es sich bei den drei Herren über die Spione keineswegs um drei namenlose "M"-Typen aus den James-Bond-Filmen handelt. Auch handeln die Agenten nicht wie der fiktive 007 isoliert, wie MI<ET>6-Chef John Sawers ausführte. Mit anderen Worten: Geheimdienstmitarbeiter und ihre Vorgesetzten können durchaus erwarten, dass man sie zur Rechenschaft zieht. Nicht alle Fragen wurden im Ausschuss vor den Augen der Öffentlichkeit gestellt, und die wenigsten zur Zufriedenheit beantwortet. Über Spionage auf dem Berliner Botschaftsdach fiel kein Wort. Aber die Übung erfüllte ihren Zweck: Die britischen Wähler konnten sehen, wie, dem Prinzip nach, die Überwachung der Überwacher funktioniert.

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