Weser-Kurier: Kommentar zur Daimler-Jahresbilanz

Bremen (ots) - Schon im Vorfeld waren die Erwartungen scheibchenweise nach unten geschraubt worden. 2012 wurde als "Übergangsjahr" angekündigt und lief vor allem in der zweiten Hälfte dann noch schlechter als erwartet. Erholung ist frühestens im zweiten Halbjahr 2013 in Sicht. Richtig gut soll es erst im nächsten Jahr wieder laufen. Hat Daimler die Zeit? Der Konzern laboriert an den Folgen seiner Fehlentscheidungen herum. Problem: Modellpolitik. Daimler droht, den Anschluss zu verlieren. Problem: Rendite. Wenn die ambitionierten Milliardensparprogramme nicht in absehbarer Zeit greifen, wird das ganz sicher auch im Jahr 2014 nichts. Auch in Bremen ist man besorgt, wie es weitergeht. Im vergangenen Jahr verringerte sich die Zahl der Werksmitarbeiter um 165. Konkrete Pläne, wie es weitergeht? Fehlanzeige. Klar ist nur, dass ein Sparprogramm ins Haus steht. Ab Ende 2013 läuft die neue C-Klasse vom Stapel. Der Standort muss jetzt darum kämpfen, am Ende vielleicht noch von den 13 neuen Modellen zu profitieren, die Daimler plant.

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