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Weser-Kurier: Zur Rede Wulffs in Bremen

Bremen (ots) - Es wäre gut gewesen, wenn sich Christian Wulff länger mit seinen eher heiklen Kernthesen beschäftigt hätte. Ob es um die Bedeutung des Islams für Deutschland, um die Parallelgesellschaft, in der Politiker leben, oder um die Schelte der Bankmanager ging - so stark das Grundargument war, so schwach war seine Ausarbeitung. Wulff pendelte zwischen Angriff und Umarmung, zwischen Zuspitzung und Zurückhaltung. Wann immer man dachte, dass es richtig los geht, ging es wieder zurück. Am Ende hatte der Bundespräsident soviel gesagt, dass für jeden etwas dabei war. Wahrscheinlich war genau das sein Ziel: Die Integrationsdebatte auf ein neues, ein präsidiales Niveau zu heben, von dem aus nun wieder andere sie herunter brechen können.

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