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Chance für nachhaltige Landwirtschaft: Der aktuelle Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung empfiehlt die Streichung des Zeitziels 2010 für den Indikator "Ökologischer Landbau"

Bonn (ots) - Die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) begrüßt die Überlegungen der Bundesregierung, die zeitliche Vorgabe für die Umsetzung des Ökologischen Landbaus auf 20 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands im Jahr 2015 auszusetzen.

   Der Indikator "Flächenanteil des Ökologischen Landbaus an der 
gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche" ist ein Indikator, der für 
die Bewertung der Nachhaltigkeit insgesamt nicht geeignet ist. 
Darüber hinaus setzt er für die weitere Entwicklung der 
Landwirtschaft falsche Impulse. Zu dieser Einschätzung kommt die FNL 
aus folgenden Gründen:
   -       Die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion 
           wird nicht durch die Nennung eines Produktionssystems 
           garantiert, sondern basiert ganz wesentlich auf den 
           Kenntnissen und Fähigkeiten eines jeden einzelnen 
           Betriebsleiters.
   -       Der Indikator "20 % Ökologischer Landbau" ermöglicht keine
           Aussagen zu den restlichen 80 % der landwirtschaftlich 
           genutzten Fläche.
   -       Eine verstärkte Förderung des Ökologischen Landbaus 
           ignoriert die Herausforderungen, denen sich die 
           Landwirtschaft national wie global stellen muss. Um die 
           Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu gewährleisten,
           ist eine deutlich effizientere Nutzung der nur begrenzt 
           verfügbaren natürlichen Ressource Boden dringend 
           erforderlich.
   -       Nur eine effiziente und leistungsfähige Landwirtschaft ist
           in der Lage, neben der ausreichenden Versorgung mit 
           hochwertigen Lebensmittel auch Beiträge zu einer 
           nachhaltigen Energieversorgung zu leisten. 

Weitergehende Hintergrundinformationen zu den Themenschwerpunkten "Ressourceneffizienz", "Nahrungssicherheit" und "Energieversorgung" sind bei der FNL abrufbar.

Pressekontakt:

Margarethe Rapacz
Pressestelle
Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V.
Konstantinstraße 90
53179 Bonn
Tel.: 0228 97993-34
Fax: 0228 97993-40
E-Mail: m.rapacz@fnl.de
www.fnl.de
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