ARAG

ARAG Konzern verdoppelt Ergebnis trotz Krise

Düsseldorf (ots) -

Kennzahlen 
ARAG AG (in Millionen Euro)                 2009     +/-        2008
Gebuchte Bruttobeiträge                   1.369,8    0,7%    1.361,0
Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R.  909,6    5,8       860,1
Schadenquote                                67,0%    2,8%-Pkt  64,2%
Aufwendungen Versicherungsbetrieb f.e.R.   451,2     2,3%      441,3
Kostenquote                                 33,3%    0,4%-Pkt  32,9%
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R.    18,1   -71,3%       63,1
Kapitalanlageergebnis                      200,4    93,4%      103,6
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit    46,4   110,9%       22,0
Jahresüberschuss vor Fremdanteilen          21,0   452,6%        3,8 
   - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verdoppelt 
   - Konzern zeigt leichtes, aber solides Wachstum 
   - Internationales Geschäft und Krankenversicherung wachsen weiter 
   - Schadenaufwand steigt deutlich durch Krisenfolgen für 
     Verbraucher 
   - Prognose für 2010: stärkeres Wachstum und erneut gute 
     Ertragslage 

"Die Rezession war ein wichtiger Meilenstein für den ARAG Konzern. Wir konnten beweisen, dass unser international ausgerichtetes Geschäftsmodell auch in wirtschaftlichen Extremsituationen erfolgreich arbeitet", erläuterte Dr. Paul-Otto Faßbender, Vorstandsvorsitzender der ARAG, die Entwicklung des Geschäftsjahres 2009 bei der Bilanzvorlage des Unternehmens. Auch im Krisenjahr 2009 wuchsen die Prämieneinnahmen des Familienunternehmens - um 0,7 Prozent von 1,36 Milliarden EUR auf 1,37 Milliarden EUR. Gleichzeitig steigerte der Konzern das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit signifikant um 110 Prozent von 22,0 Millionen EUR aus dem Vorjahr auf 46,6 Millionen EUR. Das stark verbesserte Kapitalanlageergebnis hat dabei die gesunkenen operativen Gewinne kompensiert. Diese waren vor allem aufgrund der erhöhten Zahl von Leistungsfällen im Arbeits-Rechtsschutz zurückgegangen.

"Für den europäischen Verbraucher war der Rechtsschutz im vergangenen Jahr eine echte Krisen-Hilfe. Hier stehen wir mit unserem Leistungsversprechen in der Pflicht. Daher gehört der Rückgang der versicherungstechnischen Erträge zum Geschäft", erklärte Dr. Paul-Otto Faßbender. Aufgrund des hohen Schadenaufwands im Rechtsschutzsegment sind die Aufwendungen für Versicherungsfälle im Berichtsjahr von 860,1 Millionen EUR auf 909,6 Millionen EUR gestiegen. Auch das wachstumsstarke Krankenversicherungsgeschäft verzeichnete einen deutlich gestiegenen Schadenaufwand. Die Schadenquote nahm entsprechend von 64,2 Prozent auf 67,0 Millionen EUR zu. Die Kostenquote der ARAG konnte hingegen mit 33,3 Prozent nahezu auf dem guten Vorjahresniveau von 32,9 Prozent gehalten werden. Die nachhaltig wirksame Verbesserung der Kostenstrukturen bewirkte die Senkung der Verwaltungskosten um rund 3,3 Prozent, obwohl im Berichtsjahr Personal zugebaut wurde. Insgesamt verblieb dem Konzern nach Steuerabzug ein gegenüber dem Vorjahr signifikant gesteigerter Konzernjahresüberschuss von 21,0 Millionen EUR (Vorjahr: 3,8 Millionen EUR).

Im Rechtsschutzgeschäft, ihrem größten Konzernsegment, hat die ARAG ihre Beitragseinnahmen mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent stabil gehalten und verbuchte hier 685,6 Millionen EUR gegenüber 684,6 Millionen EUR aus dem Vorjahr. Damit hat der Konzern seine Position als Nummer zwei im weltweiten Rechtsschutzgeschäft gefestigt. Das internationale Rechtsschutzgeschäft stieg um 3,1 Prozent von 367,2 Millionen EUR auf 378,5 Millionen EUR. Aufgrund der erhöhten Leistungsfälle vor allem im Arbeitsrecht - in Deutschland und auf den internationalen Märkten - ist die Schadenquote des Rechtsschutzsegments von 53,9 Prozent auf 61,0 Prozent angestiegen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2009 hat die italienische ARAG Tochtergesellschaft das gesamte Rechtsschutzportfolio der UGF Assicurazioni in Rückversicherung übernommen. Die Kooperation ist seit Mai 2010 wirksam und umfasst ein Beitragsvolumen von rund 25 Millionen EUR.

Im deutschen Markt unterstreicht das Krankenversicherungsgeschäft seine Rolle als wichtiger Wachstumsmotor des Konzerns. Trotz des schwierigen Umfelds verzeichnete die Sparte ein erneut überdurchschnittliches Beitragsplus von 9,2 Prozent (Markt: 3,8 Prozent) von 233,9 Millionen EUR auf 255,4 Millionen EUR. Das Kompositversicherungssegement unter der Führung der ARAG Allgemeine war im Berichtsjahr der wichtigste Ertragsbringer im Konzern mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 28,1 Millionen EUR. Der ARAG Lebensversicherungs-AG ist es gelungen, ihr policiertes Neugeschäft bei den laufenden Beiträgen sehr deutlich gegen den Branchentrend auszubauen: Bereinigt um die Riesterscheibe des Vorjahres, legte dieses um 14,6 Prozent zu, während der Markt hier ein Minus von 7 Prozent auswies. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung ist die spürbare Belebung des Verkaufs über Makler.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2010

Im ersten Halbjahr 2010 werden die Beitragseinnahmen im ARAG Konzern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,0 Prozent von 707 Millionen EUR auf 717 Millionen EUR steigen. Im Rechtsschutzsegment liegen die Beitragseinnahmen mit 357,8 Millionen EUR ganz leicht über dem Wert des Vorjahres; die zusätzlichen Einnahmen durch die UGF-Kooperation in Italien sind hierin noch nicht enthalten. Die Krankenversicherung sticht mit einem deutlichen Wachstumsschub von 12,5 Prozent erneut hervor. Der Vorstand geht heute davon aus, dass sich diese Gesamtentwicklung weiter festigt, so dass der ARAG Konzern bis Jahresende kräftiger wachsen wird als im Jahr 2009. Unter Berücksichtigung der seit Jahresbeginn rückläufigen Belastungen aus dem Arbeits-Rechtsschutz wird eine erneut gute Ertragslage erwartet.

"In der Summe blicken wir zuversichtlicher in das laufende Geschäftsjahr als das noch zu Beginn des Jahres der Fall war", unterstrich Dr. Paul-Otto Faßbender. Ausschlaggebend sei hierfür - neben der exzellenten Belegschaft, dem hochmodernen, leistungsfähigen Produktportfolios und der sich bietenden Chancen auf den internationalen Märkten - "die unverwechselbare Identität aus 75 Jahren Unternehmensgeschichte. Die ARAG handelt auf der Basis von festen Grundsätzen und Werten. Das gibt unseren Kunden und Mitarbeitern die Verlässlichkeit eines erfolgreichen Familienunternehmens", so der ARAG Mehrheitsaktionär.

Der ARAG Konzern ist der international anerkannte unabhängige Partner für Recht und Schutz. Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz. Mit seinen 3.500 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 1,4 Milliarden EUR. Außerhalb Deutschlands ist die ARAG in weiteren zwölf europäischen Ländern und den USA für ihre Kunden aktiv. Auf dem US-amerikanischen Rechtsschutzmarkt nimmt die ARAG heute eine Spitzenposition ein. Darüber hinaus ist der Konzern in Spanien und Italien mit seinen Rechtsschutzprodukten Marktführer.

Pressekontakt:

ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherung-AG
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf

Klaus Heiermann
Leiter Hauptabteilung
Konzernkommunikation/Marketing

Telefon: +49(0)211 963-2219
Fax: +49(0)211 963-2220
klaus.heiermann@ARAG.de
www.ARAG.de

Original-Content von: ARAG, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: ARAG

Das könnte Sie auch interessieren: