Frau im Spiegel

Claus Biederstaedt probt für sein Comeback

    München (ots) - Claus Biederstaedt (81) hat gerade eine schwere Hüftoperation überstanden. Jetzt gönnt sich der beliebte Schauspieler eine Auszeit in seinem Haus am Lago Maggiore. Doch wie die Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL berichtet, probt er bereits ungeduldig für sein Comeback auf der Bühne - was Ehefrau Barbara (68) nicht euphorisch stimmt. "Es war so schön, endlich ausgiebig Zeit zu haben, um zu zweit das Leben zu genießen", sagt sie bedauernd. Aber Claus Biederstaedt ist fest entschlossen, bald wieder zum Theater zurückzukehren. "Ich habe einfach Lust, noch etwas zu tun. Nützlich zu sein", erklärt der Grandseigneur des deutschen Films, der deutlich abgenommen hat. "Insgesamt zwölf Kilo", gesteht er. Teilweise verdankt er das dem längeren Genuss von Krankenhauskost.

    Die ungewollte Schlankheitskur war unumgänglich. Kurz vor seinem 80. Geburtstag im vergangenen Sommer hatte sich herausgestellt, dass Claus Biederstaedt ein Hüftleiden besaß. "Besonders wenn ich aufstehen wollte, kam ich nur langsam und schwerfällig hoch. Mir war klar, dass da etwas gemacht werden musste", erinnert er sich. Barbara Biederstaedt, die Medizinerin ist, riet ihrem Mann zu einer Operation. "Normalerweise kriegt man eine neue Hüfte spätestens mit 70. Wenn wie bei Claus, kurz darauf die zweite erforderlich wird, ist das für den Organismus eines Achtzigjährigen nicht mehr so leicht wegzustecken wie in früheren Jahren", so die gertenschlanke Ärztin.

    Gegenüber FRAU IM SPIEGEL berichtet sie von ihren damaligen Sorgen: "Es waren schließlich zwei Narkosen nötig. Bei den Herz-Kreislauf-Untersuchungen für die zweite Narkose wurde festgestellt, dass Claus eine leichte Herzklappenschwäche hat. Allerdings war sie nicht so dramatisch, dass man ihn am Herzen operieren wollte. Die Ärzte haben ihm lediglich empfohlen, eine Auszeit zu nehmen, um sich von den Strapazen zu erholen." Diese Pause habe er sich glücklicherweise auch gegönnt, "obwohl er bekanntlich ein Arbeitstier ist". Ob der Darsteller Angst vor dem Eingriff hatte? - "Jedenfalls brach ich nicht in Panik aus", versichert er.

    Der aus dem pommerschen Stargard stammende Biederstaedt gehört zu der "Generation der gebrannten Kinder". "Meines Wissens bin ich der Einzige aus meiner Abiturklasse, der überlebt hat", sagt er. Alle anderen seien in den letzten Kriegstagen gefallen. "Es hat lange gedauert, bis ich nach 1945 wieder lachen konnte. Aber mit Anfang 20 habe ich das Leben dann nachgeholt."

    Claus Biederstaedt zählt zu den populärsten Vertretern des deutschen Nachkriegskinos. Er spielte über 50 Hauptrollen.

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