Deutscher Naturschutzring

DNR greift Deutschen Bauernverband an

    Bonn (ots) - Mit scharfer Kritik reagierte heute in Bonn der
Deutsche Naturschutzring (DNR) auf das vom Deutschen Bauernverband
angekündigte eigene Prüfsiegel für konventionell erzeugte
Lebensmittel.  
    
    "Nur eine staatlich geprüfte Auszeichnung garantiert Ehrlichkeit",
betonte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. "Es ist unerträglich, dass
sich die Verursacher der Agrarkrise jetzt selbst eine
Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen wollen. Dies ist ein Schlag
ins Gesicht der Verbraucher", sagte Weinzierl. Nach dem BSE-Skandal
sind Selbstverpflichtungen etwa von Futtermittel- und
Pharmaherstellern alles andere als geeignet, das Vertrauen der
Verbraucher zurückzugewinnen. Der DNR stehe dagegen voll hinter der
angestrebten Agrarwende von Verbraucher- und
Landwirtschaftsministerin Renate Künast.
    
    Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner jüngsten
Ausgabe berichtet, will der Bauernverband zusammen mit der
Ernährungswirtschaft und dem Handel ab Herbst ein eigenes Prüfzeichen
auflegen. Danach wären rund 220 000 tierhaltende Betriebe, 30 000
Einzelhändler, 20 000 Metzgereien, 600 Schlachtstätten und 500
Futtermittelhersteller beteiligt. Die Hersteller müssten sich
verpflichten, keine Antibiotika an ihre Tiere zu verfüttern und die
Menge an Düngemitteln anzugeben.
    
ots Originaltext: Deutscher Naturschutzring (DNR)
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weitere Informationen
Helmut Röscheisen,
DNR-Generalsekretär,
Am Michaelshof 8-10,
53177 Bonn
Tel.: 0228/35 90 05

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