Deutscher Naturschutzring

"Sind wir noch zu retten?" ist für den DNR die Frage des Jahres
Klimaschutz und Biodiversität fordern 2008 eine neue Konsequenz der Umweltpolitik - Weinzierl sieht "Klima-Kanzlerin" in der Pflicht

Bonn/Wiesenfelden (ots) - Der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR) Hubert Weinzierl sieht im Schutz des Klimas, aber auch der Biodiversität die großen Herausforderungen des kommenden Jahres. "Wir müssen viel konsequenter und radikaler in unserer Umweltpolitik werden, um den Wettlauf gegen Klimawandel und Zerstörung der biologischen Vielfalt noch zu gewinnen", mahnte er in der DNR-Jahresbilanz.

Da sei es wenig ermutigend, wenn die hehren Klimaziele von Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Gabriel "in der Praxis schon an der ersten konkreten Maßnahme scheitern, nur weil es um den Klimaschädling Auto geht", so Weinzierl. 2007 sei zwar das Jahr der guten Vorsätze gewesen, es mangele aber am Vollzug.

Nach den internationalen Klimakonferenzen steht Deutschland auch 2008 im Blickpunkt der Weltpolitik. 5000 Delegierte aus aller Welt werden im Mai nach Bonn kommen, um über den Schutz und Erhalt von Arten und Lebensräumen zu beraten. "Allerdings", kritisierte der DNR-Präsident, "hat Deutschland in der Frage der Biodiversität sicher keine Vorreiterrolle wie im Klimaschutz." Es sei deshalb hohe Zeit, dass unser Land seinen Nachholbedarf erfülle, nicht zuletzt um mit besseren Karten in die anstehenden Verhandlungen zu gehen. In diesem Zusammenhang forderte Weinzierl mehr Schutzgebiete, ein Ende des Landverbrauchs und eine schöpfungsfreundlichere Landwirtschaft.

Für den DNR-Präsidenten ist Umweltpolitik heute weniger eine Frage der technischen Lösungen als eines neuen Lebensstils. "Anstatt Verzicht zu predigen, sollten wir Lust auf Natur und Zukunft machen. Da ist Leidenschaft gefragt!", appellierte Weinzierl auch an die Umweltverbände.

Christoph Markl-Meider, DNR-Presse

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Tel. 09966-777,
Fax 09966-490,
E-Mail hubert.weinzierl@dnr.de,
Straubinger Str. 5,
94344 Wiesenfelden

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