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Der Tagesspiegel: Vodafone-Chef Joussen will keine Billigmarke bei D2

Berlin (ots)

Im Gegensatz zur Deutschen Telekom plant der
zweitgrößte deutsche Mobilfunkanbieter keine Billigmarke.  "Unsere 
Marke steht glasklar", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich 
Joussen im Gespräch mit dem Tagesspiegel (Samstagausgabe). "Wir 
machen so etwas nicht. Wir haben eine hervorragende Qualität, wir 
sind spitze in Service, Technik und Innovation." Die Preise von 
Vodafone seien wettbewerbsfähig. "Wir brauchen uns nicht zu 
verstecken."
Auch den Zehn-Cent-Tarif vom Konkurrenten E-Plus hält der 
Vodafone-Chef nicht für erfolgversprechend. "Wenn Sie kein gutes Netz
und keinen guten Service bieten, dann müssen Sie mit dem Preis 
spielen", sagte Joussen. "Das ist die Strategie, die E-Plus fährt, 
das ist nicht Vodafone. Ich glaube auch, sie werden mit ihrem 
Zehn-Cent-Tarif nicht erfolgreich Kunden aus dem Festnetz abwerben." 
Dafür sei der Tarif einfach viel zu teuer. "Für Mobilfunk ist das ein
ordentliches Angebot, für das Festnetz aber völlig ungeeignet." Auch 
eine Auslagerung des Netzes, wie E-Plus es gerade getan hat, schließt
Joussen für sein Unternehmen aus. "Für Vodafone ist das derzeit kein 
Thema", sagte er dem Tagesspiegel.
Joussen begrüßte, dass Apple mit dem iPhone auf den Markt kommen 
will. "Ich sehe es gern, dass jemand mit einer hochwertigen Marke 
einsteigt. Das ist eine gute Bestätigung, dass wir mit der 
Breitbandtechnik UMTS und Multimediaanwendungen in die richtige 
Richtung gehen", sagte Joussen. Heftig kritisierte er den Plan des 
Präsidenten der Bundesnetzagentur, neue Frequenzen für UMTS 
versteigern zu wollen. "Wir sind ein bisschen erstaunt", sagte 
Joussen. "Alle die mitgesteigert haben, dachten, wir bekommen die 
Lizenzrechte jetzt zugeteilt. Warum das noch einmal über eine 
Versteigerung gehen soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Mit 
acht Milliarden Euro haben wir bereits einen ordentlichen Obolus 
erbracht." Er habe sich bereits schriftlich an den 
Behördenpräsidenten Matthias Kurth gewandt.

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de


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