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Der Tagesspiegel: Bahn-Beschäftigte drohen neuer Bundesregierung mit Streik

Berlin (ots)

Die Beschäftigten der Deutschen Bahn drohen einer
neuen Bundesregierung mit Streik, sollte sie Schienennetz und Betrieb
trennen wollen. "Schon wenn eine Regierung ein entsprechendes
Gesetzesvorhaben einleitet, sind Warnstreiks möglich - auch
flächendeckend", sagte Norbert Hansen, Vorsitzender der
Gewerkschaften Transnet, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Er befürchte,
dass die Abtrennung des Netzes den Einstieg in die komplette
Zerschlagung des Konzerns bedeute. "Eine Trennung von Netz und
Betrieb würde den gerade erst geschlossenen
Beschäftigungssicherungspakt hinfällig machen."
Hintergrund: Union und FDP planen eine Trennung von Netz und
Betrieb, um mehr Wettbewerb auf der Schiene zu erreichen.
Hansen warnte vor den Kosten einer Bahn-Zerschlagung. Diese würde
für den Bund zusätzliche Belastungen bedeuten. Bei Konzernauflösung
würde der Vertrag zur Beschäftigungssicherung mit sofortiger Wirkung
nicht mehr gelten - und damit auch nicht mehr die vereinbarten
Kostensenkungen. Die Bahngesellschaften müssten dann 500 Millionen
Euro jährlich mehr aufbringen. Hansen rechnet damit, dass auf Grund
der bisherigen Planung bis 2008 noch einmal etwa 15 000 Stellen
wegfielen, sagte Hansen. Nach einer Zerschlagung würde das wiederum
für den Bund wegen seiner geltenden Verpflichtungen zusätzliche
Kosten von etwa 2,3 Milliarden Euro bedeuten.
Rückfragen richten Sie bitte an:
Tagesspiegel am Sonntag, Ressort Wirtschaft, Telefon: 030/26009-260
ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

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Thomas Wurster
Chef vom Dienst
Telefon: 030-260 09-419
Fax: 030-260 09-622
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