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Der Tagesspiegel: Optimismus vor der entscheidenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst

    Berlin (ots) - Einen Tag vor den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst haben sich Vertreter beider Seiten zuversichtlich über die Einigungschancen geäußert. "Wir gehen konstruktiv in die Verhandlungen", sagte Knut Bredendiek, Hauptgeschäftsführer der Tarifgemeinschaft der Länder, am Freitag dem Tagesspiegel (Samstagausgabe). Ein ähnliche Auseinandersetzung wie 2006, als es einen langwierigen Arbeitskampf gab, "wollen wir nicht".

    Das gilt auch für Peter Heesen, den Vorsitzenden des Beamtenbundes.  "Eine aktuelle Forsa-Umfrage hat  ergeben, dass 61 Prozent der Bevölkerung die Forderung bejahen", sagte Heesen dem Tagesspiegel. Am Sonnabend in Potsdam rechnet er mit "einem verhandlungsfähigen Angebot der Arbeitgeber", auf dessen Basis dann ein Abschluss bis spätestens Sonntagabend erzielt werden könne. "Ich bin optimistisch", sagte Heesen.

    Konrad Freiberg, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft GDP, forderte die Arbeitgeber auf zu akzeptieren, dass "die Beschäftigten einen Anspruch haben auf angemessene Bezahlung". Seit zehn Jahren gebe es Reallohnverzicht, und nun, in der Krise, "nimmt der Zorn der Menschen zu". Ferner verschärften sich auch wegen der schlechten Bezahlung die Nachwuchsprobleme im öffentlichen Dienst. "Die Zahl der geeigneten Bewerber sinkt drastisch", sagte der Chef der Polizeigewerkschaft dem Tagesspiegel. Für die Verhandlungen sei er "zuversichtlich". Wenn es bis zum Sonntag kein Ergebnis gibt, wollen die Gewerkschaften ihre Mitglieder über einen Arbeitskampf abstimmen lassen.

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