Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Verdi-Chef Bsirske: Finanzkrise hat zu einem Epochenbruch geführt

    Berlin (ots) - Frank Bsirske, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, fordert von der deutschen Politik ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Wirtschaftskrise. "Mit Kleckern kommt man dem Problem nicht bei. Wir müssen vielmehr die Konjunktur stützen, etwa, indem wir - wie die Amerikaner, Chinesen und Franzosen es uns vormachen - den Binnenmarkt stärken", sagte Bsirske dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Der Bundesregierung warf er einen "eigentümlichen Umgang mit der Wirklichkeit vor". Alles in allem würde Deutschland derzeit einen "Epochenbruch durch die Krise erleben", der auch zu der Frage führt, "welche Antworten die gesellschaftlichen Akteure auf die aktuellen Herausforderungen haben".

    Bsirske zufolge ist "der Crash an der Wall Street auch die Bankrotterklärung des herrschenden wirtschaftspolitischen Leitbildes, wonach sich der Staat raushalten soll und die Wirtschaft sich selbst reguliert. Die These von den Selbstheilungskräften des Marktes hat sich als Legende entlarvt. Ein grandioses Desaster", sagte der Verdi-Chef dem Tagesspiegel. Angesichts der "völlig neuen Dimension der Krise" plädierte er für umfangreiche Regulierungen, unter anderem müssten "die Bilanzen die tatsächlichen Risiken abbilden", und eine andere Verteilungspolitik.

    Rückfragen bitte an Der Tagesspiegel, Wirtschaftsredaktion, 030-26009260

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de
 

Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Der Tagesspiegel

Das könnte Sie auch interessieren: