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Der Tagesspiegel: Im Gespräch mit dem Tagesspiegel kommentierten führende SPD-Politiker den Parteiaustritt von Wolfgang Clement:

    Berlin (ots) - SPD-Vize Andrea Nahles verteidigte die Entscheidung des Schiedsgerichts als "fairen Weg", den alle hätten beschreiten können. "Da Wolfgang Clement dies abgelehnt hat, gilt: Reisende muss man ziehen lassen", sagte Nahles dem Tagesspiegel.

    Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) äußerte Unverständnis über Clements Schritt.  Zwar sei dessen Austritt ein Verlust, da auch die Positionen des früheren Wirtschaftsministers in die SPD gehörten,   sagte Gabriel dem Tagesspiegel. "Aber ich verstehe diese Form von Scheinradikalität nicht mehr, die mit diesem Austritt vorgeführt wird."  Clements Vorgehen habe "etwas genauso Ich-Bezogenes wie die hessische Form der Politikdarstellung", fügte Gabriel mit Blick auf die Querelen in der Hessen-SPD hinzu.

    Der Sprecher des im "Seeheimer Kreis" zusammengeschlossenen rechten SPD-Flügels, Klaas Hübner, sagte dem Tagesspiegel, Clements Austritt habe für den künftigen Kurs der SPD keine Bedeutung. "Clement war kein aktiver Politiker mehr. Wir haben mit Steinmeier, Steinbrück und Müntefering eine strake Führung mit klarer wirtschaftspolitischer Orientierung."

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