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Der Tagesspiegel: Thierse: Geschichte der SED ist wunder Punkt für die SPD

    Berlin (ots) - Berlin - Aus Anlass des 47. Jahrestages des Mauerbaus hat der SPD-Politiker Wolfgang Thierse die Geschichte der SED als "wunden Punkt für die SPD" bezeichnet, aber zugleich betont, dass die Vergangenheit "nicht das einzige Kriterium zur Beurteilung dieser sehr gegenwärtigen Partei" sein dürfe. Die SPD habe "ein gutes Gedächtnis", sagte Thierse dem Berliner "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). "Wir können die Untaten der SED nicht vergessen." Immer, wenn sich die SPD in den letzten Jahren in Ostdeutschland zur Zusammenarbeit mit der Linkspartei entschieden habe, habe das "zu schmerzhaften Konflikten in der Partei - bis hin zu Austritten - geführt". Die Linkspartei werde aber "trotz ihrer Vergangenheit gewählt". Die SPD solle ihre Politik nicht von der Angst vor "Rote-Socken-Kampagnen" von CDU und FDP bestimmen lassen. "Mehr Selbstbewusstsein, weniger heilige Eide, aber auch keine Verbrüderungsfantasien - das wünsche ich mir von meiner SPD", sagte Thierse, der auch Bundestags-Vizepräsident ist. "In jedem Einzelfall müssen die Genossen vor Ort genau prüfen, ob eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei programmatisch und personell möglich ist oder nicht. Für den Bund schließe ich eine Koalition für 2009 aus", betonte er.

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