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Der Tagesspiegel: Bombardier lehnt Einstieg der Russen ab

    Berlin (ots) - Der kanadische Verkehrskonzern Bombardier will in absehbarer Zeit keine Firmenanteile an den russischen Bahnhersteller Transhmash verkaufen. "Das ist in absehbarer Zeit nicht unser Plan", sagte André Navarri, Vorstandschef der Bahnsparte Bombardier Transportation, dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). "Aber wir können nie nie sagen, das Leben ist immer offen", erklärte er weiter. Bislang hatte es Spekulationen gegeben, die Russen könnten einen Anteil von Bombardier erhalten und im Gegenzug umfangreiche Aufträge an das Unternehmen vergeben. Allerdings bezeichnete Navarri den russischen Markt als "viel versprechend". "Bis 2015 braucht Russland über 11500 neue Lokomotiven, da müssen wir dabei sein." Bombardier Transportation wolle zudem das Geschäft in Asien weiter ausbauen. "Wir denken über weitere Gemeinschaftsunternehmen in China nach", sagte Navarri. Bislang unterhält Bombardier zwei Joint-Ventures in dem Land. Sein Unternehmen wolle für Indien, China und Russland der wichtigste Partner werden.

    Navarri kündigte weiter an, die bis 2009 geplante Steigerung der Rendite bei Bombardier Transportation werde dauerhaft sein. "Wenn wir die sechs Prozent erreichen, wird das auch nachhaltig sein." Er verwies auf den hohen Auftragsbestand von derzeit 31 Milliarden US-Dollar, der für vier Jahre reiche. Es brauche aber Zeit, die Marge zu erhöhen. "Wir könnten besser sein", räumte er ein. Allerdings sei man auch erst vor vier Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für die Zukunft erwartet Navarri gute Geschäfte. "Die Eisenbahn ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel, deshalb wird es in den nächsten Jahren für sie einen ganz neuen Schub geben." Ohne den Ausbau der Schiene ließen sich die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 nicht um 20 Prozent senken. "Europa hat hier die einmalige Gelegenheit, hier zum Vorreiter zu werden."

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