Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Goldman-Sachs-Chef kritisiert Köhler

    Berlin (ots) - Der Deutschland-Chef der Investmentbank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, hat Bundespräsident Horst Köhler kritisiert, der den Finanzmarkt als Monster bezeichnet hatte. "Solche Vergleiche sind nicht zielführend", sagte Dibelius dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Er könne Köhler, der sich um seine Wiederwahl bemüht, dennoch  verstehen. "Der Bundespräsident ist mitten in einem Prozess, in dem er sich um politische und parteipolitische Zustimmung bemüht", sagte Dibelius. "Vor einem Jahr bin ich noch als Heuschrecke bezeichnet worden, jetzt bin ich ein Teil des Monsters. Das ist eine interessante zoologische Metamorphose."

    Köhler hatte in einem Interview gesagt, jetzt müsse "jedem verantwortlich Denkenden in der Branche selbst klar geworden sein, dass sich die internationalen Finanzmärkte zu einem Monster entwickelt haben, das in die Schranken gewiesen werden muss".

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de
 



Weitere Meldungen: Der Tagesspiegel

Das könnte Sie auch interessieren: