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Der Tagesspiegel: Finanzkrise: Goldman Sachs sieht "noch einige Quartale mit erheblichen Belastungen"

Berlin (ots) - Die Investmentbank Goldman Sachs hält die Finanzkrise noch für lange nicht ausgestanden. "Wir werden sicher noch einige Quartale mit erheblichen Belastungen erleben", sagte Deutschland-Chef Alexander Dibelius dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Allerdings schwinde das Misstrauen zwischen den Banken langsam. Noch müssten aber die Verluste und die sich daraus ergebenden Eigenkapitalverluste verdaut werden. "Das wird vor allem über Kapitalerhöhungen geschehen. Erst wenn das Kapitalloch wieder aufgefüllt ist, wird die Krise endgültig bewältigt sein." Dibelius forderte Konsequenzen aus der Finanzkrise. "Es darf nicht sein, dass man bestimmte Risiken einfach aus der Bilanz ausgliedern kann, ohne das damit verbundene Risiko zu berücksichtigen", sagte der Banker. "Ich bin allerdings gegen den Reflex, für jedes Problem sofort ein neues Gesetz zu schaffen." Dibelius rechnet zudem damit, dass es weitere Krisen geben wird: "Als nächstes könnte beispielsweise der Immobilienmarkt in Dubai in Schwierigkeiten geraten", sagte er der Zeitung. "Bevor die Hochhäuser fertig gebaut sind, sind die Wohnungen schon drei Mal verkauft worden - immer zu einem höheren Preis. Kaum einer fragt sich, wer denn da eigentlich langfristig wohnen soll." Pressekontakt: Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-308 Fax: 030-260 09-622 cvd@tagesspiegel.de   Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

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