Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Holzmann-Insolvenz: nicht nur Managementfehler und Altlasten! / Rahmenbedingungen für die deutsche Bauwirtschaft müssen grundlegend geändert werden

    Berlin (ots) - "Die aktuelle Holzmann-Insolvenz ist nicht nur auf
Managementfehler und Altlasten zurückzuführen, sondern auf
grundlegende Probleme am deutschen Baumarkt", kommentierte der
Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie,
RA Michael Knipper, heute in Berlin die aktuelle Entwicklung. Man
müsse sich fragen, warum Holzmann in den USA ein profitables Geschäft
betreibe und im Inland Verluste produziere. Das gleiche gelte für
alle anderen international agierenden Konzerne.
    
    Die deutsche Bauindustrie sei international erfolgreich
aufgestellt und arbeite mit hohem technischen Know-how, erklärte
Knipper. Die Engineering-Leistungen hätten Weltklasseniveau. Nur auf
dem deutschen Baumarkt stimmten die Rahmenbedingungen grundlegend
nicht. Hier sei nach den wirklichen Ursachen zu fragen. Knipper:
"Warum mutet man der deutschen Bauindustrie in Deutschland nicht
hinnehmbare Angebots- und Vertragsbedingungen zu? Warum gibt es im
Ausland vernünftige Qualifikationsverfahren, damit sich die wirklich
innovativen Unternehmen abheben können und in Deutschland nicht?
Warum stimmen die Vergabebedingungen in Deutschland nicht? Warum ist
die Zahlungsmoral in Deutschland extrem schlecht?"
    
    All diese Fragen und Ursachen bedürfen, nach Auffassung von
Knipper, einer grundlegenden Klärung und eines Benchmarkings im
Vergleich zu anderen Ländern. Dieses müsse endlich von der Politik
angepackt werden. Es handele sich hierbei nämlich nicht nur um eine
Nachfragekrise, sondern auch um eine Strukturkrise, die entscheidend
von falschen Rahmenbedingungen geprägt sei. Knipper fordert alle
öffentlichen Auftraggeber auf, endlich grundlegend ihre Vergabepraxis
zu ändern, faire Angebots- und Vertragsbedingungen mit der
Bauwirtschaft auszuhandeln und ein Miteinander statt ein
Gegeneinander auf der Baustelle zu organisieren. Das seien
entscheidende Schritte zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der
deutschen Bauindustrie.
    
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