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Bauindustrie zur Integrationspolitik: Mehr berufsorientierende Praktika für Flüchtlinge - Vergütung nicht ins enge Korsett des Mindestlohngesetzes pressen

Berlin (ots) - Die deutsche Bauindustrie plädiert für mehr Pragmatismus in der Integrationspolitik. Politik und Wirtschaft müssen alles tun, um die Flüchtlinge bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Dafür seien Praktika von mindestens zwölf Monaten ein probates Mittel, vorausgesetzt, sie werden nicht in das enge Korsett des Mindestlohngesetzes gepresst.

Knipper forderte die Politik auf, die Realitäten des Flüchtlingsstroms wie auch des deutschen Arbeitsmarktes endlich wahrzunehmen. Es sei völlig unrealistisch, davon auszugehen, dass auch nur 20 bis 30 % der Zugewanderten "jetzt und gleich" in reguläre Beschäftigungsverhältnisse übernommen werden könnten. Gerade in Branchen mit hohem Facharbeiteranteil - wie der Bauwirtschaft - müsse zunächst in die Ausbildung der Zuwanderer investiert werden, um deren Arbeitsproduktivität an die der deutschen Mitarbeiter heranzuführen. Dies setze für diese Qualifikationsphase die Zahlung von Praktikumsvergütungen unterhalb der augenblicklich gültigen Mindestlöhne voraus.

Wolle man keinen öffentlich subventionierten Parallelarbeitsmarkt schaffen, dann gebe es zu dieser "Politik der Qualifizierung" keine Alternative, ist Knipper überzeugt. "Wenn wir den Unternehmen nicht die Möglichkeit eröffnen, Zuwanderer in Praktikumsverhältnissen zu qualifizieren, dann riskieren wir, eine ganze Generation von Zuwanderern in die Dauerarbeitslosigkeit zu schicken."

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