Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Bau- und Immobilienwirtschaft fordern Baustaatssekretär im Umweltministerium

Berlin (ots) - Bauindustrie und Immobilienwirtschaft sprechen sich dafür aus, einen beamteten Staatssekretär für Bau- und Immobilienthemen in das Umweltministerium zu berufen. "Für die Bau- und Immobilienwirtschaft stehen im Verlauf der Legislaturperiode wichtige Aufgaben an. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Bauen und Wohnen nicht allein auf Umweltthemen reduziert werden", sagt Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA). "Mit der im Koalitionsvertrag angekündigten Einführung einer Mietpreisbremse und der Beschränkung der Modernisierungsumlage sind Gesetzesvorhaben geplant, die Bau- und Immobilienwirtschaft empfindlich treffen werden", ergänzt Thomas Bauer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB). "Um unnötige Auswirkungen dieser Gesetzesvorhaben auf den Wohnungsbau zu verhindern, ist es essentiell, das Thema Bau im neuen Ministerium auch personell stark zu verankern. Der neue beamtete Staatssekretär sollte möglichst bald das Gespräch mit der Branche zu den genannten Themen aufnehmen."

Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD sieht vor, die Länder in die Lage zu versetzen, in angespannten Lagen Mieterhöhungen auf maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzen zu können. Dieser Eingriff in den Markt birgt - trotz zeitlicher Begrenzung und Ausnahmen für Neubauten - die Gefahr, dass Investoren in Zukunft den deutschen Mietwohnungsmarkt meiden. Das könnte sich negativ auf den Neubau und damit auch auf die angespannte Lage auf den Wohnungsmärkten einiger Großstädte auswirken.

Zudem beschlossen die Koalitionäre eine Reduzierung der bisher möglichen Mieterhöhungen nach Modernisierungsmaßnahmen von 11 auf 10 Prozent und die Befristung der Erhöhung bis zur Amortisation der entstandenen Kosten. Die Bauwirtschaft und das Handwerk werden unter der zurückgehenden Investitionsneigung in Folge dieser Regelung leiden. Aus Sicht der Bau- und Immobilienwirtschaft sollte weiterhin gelten: Wer seine Wohnungsbestände umfassend ertüchtigt, muss auch dauerhaft von der damit verbundenen Wertsteigerung profitieren können.

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