Deutsche Umwelthilfe e.V.

Herbstmeisterschaft der Solarbundesliga

    Radolfzell (ots) - Geesow, Hohenfels, Neckarsulm und Freiburg sind
die Herbstmeister der Solarbundesliga. Jede dieser vier Kommunen
führt in ihrer Größenklasse die Tabelle der Kommunen mit der
intensivsten Solarenergienutzung pro Kopf der Bevölkerung an. An dem
Wettstreit, der im Internet unter http://www.solarbundesliga.de
ausgetragen wird, beteiligen sich bisher 160 Gemeinden. Organisiert
wird die Solarbundesliga seit dem vergangenen Jahr von der Deutsche
Umwelthilfe e.V. und der Zeitschrift Solarthemen.
    
    Besonders spannend war das Rennen bei den Großstädten über 100.000
Einwohnern. Am letzten möglichen Tag aktualisierten die Freiburger
noch ihre Daten und schoben sich so vor Ulm. Zum Abschluss der
vergangenen Saison hatte Ulm noch vor der Breisgaumetropole geführt.
In Freiburg kommen auf 1000 Einwohner 32 Quadratmeter
Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung und Solarstrommodule mit einer
Leistung von 11 Kilowatt. Damit erreicht die Solarstadt sieben
Wertungspunkte in der Liga, Ulm hat sechs Punkte und Bielefeld als
nächstplazierte Großstadt liegt mit vier Punkten auf Platz drei.
    
    Im Vergleich zu vielen kleineren Kommunen haben die deutschen
Großstädte allerdings allesamt Nachholbedarf in Sachen Sonne. Im Ort
mit der höchsten Gesamtpunktzahl, der 212-Seelen-Gemeinde Geesow in
der Uckermark, ist rund 100 mal mehr Solarfläche pro Kopf installiert
als in Bielefeld. Bei den Kommunen mit mehr als 1000 Einwohnern
dominiert die Gemeinde Hohenfels, wo im November das mit 1,6 Megawatt
Leistung größte Solarstromkraftwerk Deutschlands ans Netz gegangen
ist. Und bei den Städten ab 10.000 Einwohner ist Neckarsulm einsame
Spitze. Die Stadt ist in Fachkreisen bekannt für ihr solargestütztes
Nahwärmesystem, in das mittlerweile rund 6000 Quadratmeter
Solarkollektoren einspeisen.
    
    "Unser Wettbewerb zeigt deutlich, wie unterschiedlich stark unsere
selbstverständlichste Energiequelle, die Sonne, in den Städten und
Gemeinden genutzt wird, sagt der Geschäftsführer der Deutschen
Umwelthilfe, Jörg Dürr-Pucher. "Vorreiter sind einige kleinere Städte
und Gemeinden, in denen einzelne Bürgerinnen und Bürger,
Umweltgruppen oder aktive Bürgermeister das Thema jahrelang
vorangebracht haben."
    
    Ein gutes Beispiel ist der bayerische Ort Schalkham. Zwar kommen
die Schalkhamer beim Solarstrom nicht an die Werte der Spitzenreiter
ihrer Größenklasse heran, aber im Bereich der Solarwärme liegt der
886-Seelen-Ort um Längen vor allen anderen. Je Einwohner sind hier
Kollektoren mit einer Fläche von 1,13 Quadratmetern installiert. Im
Herbst 1993 startete das Schalkhamer Modell: der Gemeinderat
beschloss eine Förderung von 2000 Mark je Anlage. Zusätzlich kümmerte
sich die Gemeinde um den gemeinschaftlichen Einkauf der Komponenten.
Mit Unterstützung eines Installateurs errichteten die Hausbesitzer
ihre Anlagen in Eigenleistung. "Bei uns bauen die Leute ihre Häuser
sowieso zu großen Teilen selbst, erklärt Schalkhams Bürgermeister
Johann Noppenberger. Im Ergebnis können Solaranlagen deutlich
günstiger betrieben werden. Inzwischen wickelt der Installateur den
Einkauf ohne Beteiligung der Gemeinde ab und auch die Förderung hat
sich geändert. Schalkham bezuschusst seit 1999 bei Neubauten auf
gemeindeeigenen Grundstücken die Wärmedämmung mit 10000 Mark, aber
nur, wenn die Wärme zum Großteil mittels Sonnenkollektoren gewonnen
wird.  
    
    
ots Originaltext: Deutsche Umwelthilfe
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Weitere Informationen:
http://www.solarbundesliga.de.

Rückfragen der Redaktion bitte an:

Guido Bröer, Solarthemen,
Tel. (05731) 83460 Jörg Dürr-Pucher,
Deutsche Umwelthilfe, Tel. (07732) 999515

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