Deutsche Umwelthilfe e.V.

Umweltverbände, Automobilindustrie und ADAC rufen Bundesbürger zum gezielten Tanken "Sauberer Kraftstoffe" auf

Reduzierung des Sommersmogs durch schwefelarmes Benzin und Diesel Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), der Deutsche Naturschutzring (DNR) sowie der ADAC rufen die Autofahrer anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz zum gezielten Tanken schwefelarmer Benzin- und Dieselkraftstoffe auf. Nach Ansicht dieser ungewöhnlichen Koalition hat der Autofahrer die Macht, durch sein gezieltes Tankverhalten die vorzeitige Einführung schwefelarmer Kraftstoffe am Markt zu beschleunigen. Ab dem 1. November 2001 werden schwefelarme Kraftstoffe steuerlich begünstigt. Dass bereits heute schwefelreduzierte Kraftstoffe auf dem Markt angeboten werden, belegen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Deutschen Umwelthilfe e. V. bei den Mineralölfirmen. In Kooperation mit dem ADAC und mit Unterstützung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) wird die Deutsche Umwelthilfe e. V. in diesem Sommer Kraftstoffuntersuchungen durchführen und die Ergebnisse veröffentlichen. Der Autofahrer soll so eine Orientierungshilfe erhalten, wo er den saubersten Kraftstoff tanken kann. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes führt der neue Kraftstoff durch die praktische Eliminierung des Schwefeldioxid-Ausstosses zu einer Verringerung von Partikelemissionen. Diese betragen im Durchschnitt 10 % für Rußpartikel. Gleichzeitig wird die Wirksamkeit des Katalysators wesentlich verbessert. Erst für das Jahr 2005 ist die Einführung sauberer Kraftstoffe europaweit verbindlich vorgeschrieben. In Deutschland sollen schwefelarme Kraftstoffe bereits ab dem 1. November 2001 um 3 Pfennige steuerlich begünstigt werden. "Es besteht nun eine gute Chance", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V., "diese Frist nochmals um ein Jahr abzukürzen und bereits im Jahr 2000 in Deutschland schwefelarme und schwefelfreie Kraftstoffe auf dem Markt durchzusetzen. Die Autofahrer haben die Macht dazu durch ihr gezieltes Tankverhalten." Im Gegensatz zum bleifreien Benzin kann schwefelarmer Kraftstoff von allen Fahrzeugen ohne Probleme getankt werden. Die Einführung sauberer Kraftstoffe 1997 in Kalifornien hat zu einer beeindruckenden Verbesserung der Luftqualität geführt. "Die Sommersmog-Glocke über Los Angeles ist weitgehend verschwunden und die kalifornischen Gesundheitsbehörden verzeichnen die sauberste Luft seit über 40 Jahren". Neben der Umwelt profitiert die Automobilindustrie von den sauberen Kraftstoffen: Durch die praktisch schwefelfreien Otto- und Dieselkraftstoffe wird die Einführung neuer Motorentechnologien wie dem Otto-Magermotor und Abgasnachbehandlungstechnologien wie DeNOx-Systemen bei Otto- und vor allem Dieselfahrzeugen möglich. Damit können Verbrauchs- und damit CO2-Einspa-rungen von 10 - 15 % realisiert werden - ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Das Beispiel des Mineralölhandelsunternehmens Greenergy zeigt, dass schwefelfreie Kraftstoffe nicht nur im Ausland, sondern auch bei uns technisch machbar sind und Vorteile für Autofahrer und Umwelt haben. Schwefelfreier Dieselkraftstoff (10 ppm) wird von Greenergy seit 1996 in Deutschland und der Schweiz an 37 Tankstellen sowie bei mehr als 40 Großabnehmern wie Stadtwerke von Berlin (BVG), München und Wiesbaden und fortschriftliche Industriebetriebe mit Erfolg vertrieben. Von den großen Mineralölfirmen hat nun die Deutsche Shell AG auf die Befragung der DUH hin erklärt, bereits heute schwefelarmes "Super" wie "Super plus" mit deutlich unter 50 ppm Schwefelgehalt flächendeckend anzubieten. ots Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) Jürgen Resch/Jörg Dürr-Pucher Tel.: 07732-9995-0 Fax: 07732-9995-77 Email: info@duh.de Güttinger Str. 19 78315 Radolfzell Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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