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G+J prüft Rückzug aus weiteren Auslandsmärkten

Hamburg (ots) - Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr, der erst kürzlich sein Österreich-Geschäft veräußert hat, setzt seinen Rückzug aus internationalen Märkten fort. Das berichtet das Medienmagazin 'new business' (www.new-business.de). Hintergrund ist, dass sich G+J künftig noch stärker auf seine wichtigen Kernmärkte Deutschland und Frankreich konzentrieren will. Bereits im Frühjahr hatte 'new business' über die Ausstiegsabsichten von G+J in China berichtet, wo das Hamburger Medienunternehmen seit 2006 ein Verlags-Joint Venture mit dem einheimischen Partner Boda betreibt. Dazu erklärte ein G+J-Sprecher im März: "Wir haben immer gesagt, dass wir alle Märkte darauf prüfen, wie sie zum Gruner + Jahr der Zukunft passen. Das gilt auch für China. Der Prozess ist dort nicht abgeschlossen."

Nun scheint der Prozess dort aber fast abgeschlossen zu sein, obwohl G+J aktuell nicht mehr dazu sagt als damals. Im Umfeld des Unternehmens heißt es, ein Käufer stünde schon bereit, nur der finale Segen der politschen Führung in Peking fehle noch. Sollte kein externer Kandidat einsteigen, könnte das Joint Venture komplett an den Partner Boda gehen. Darüber hinaus kursierten in den vergangenen Wochen erneut Spekulationen über einen Abschied der Hamburger aus Spanien. Ein möglicher Interessent für die G+J-Zeitschriften (u.a. 'Geo', 'Beef', 'Muy Interesante') wäre der spanische Verlag ABC, meinen Insider. Auf 'new business'-Anfrage zu G+J España hieß es bei Gruner + Jahr lediglich: "Wie bekannt, prüfen wir alle Geschäfte und Märkte im Hinblick darauf, wie sie sich strategisch in das künftige Gruner + Jahr einfügen. Aktuelle Entscheidungen gibt es nicht."

Pressekontakt:

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Volker Scharninghausen
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