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kress report: ARD-Programmdirektor Günter Struve zählt beim Kampf um die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga auf die Sponsoren der Liga

    Heidelberg (ots) - ARD-Programmdirektor Günter Struve will bei der Vergabe der TV-Rechte seine bei den Liga-Sponsoren beliebte hohe Zuschauerreichweite als Trumpf gegen die Wettbewerber auf die Waagschale werfen. Im Interview mit dem Branchendienst kress report verweist Struve auf den hohen Wert der "Sportschau" für die Sponsoren und widerspricht damit einer Studie, die der Pay-TV-Sender Premiere gerade vorgelegt hat: "Ich bin sehr froh, dass die Sponsoren in ihrer überwiegenden Mehrheit erkannt haben, dass sie von den möglicherweise höheren TV-Einnahmen der Vereine nichts haben, weil dann - sehr konservativ geschätzt - 4,5 Mio Zuschauer weniger die Bundesliga sehen als jetzt", sagt Struve im kress report.

    "Die Bundesliga in ihrer jetzigen Form mit der Konzentration auf die Samstagsspiele und der zeitnahen Auswertung im Free-TV ist meines Erachtens auch für den deutschen Fußball ein so hohes Gut, dass die Vereine, die ja doch das letzte Wort haben, die Vor- und Nachteile der künftigen Konstruktion sehr genau abwägen werden", so Struve. Eines der Zauberworte der Liga heiße "Sponsoren, Sponsoren und noch mal Sponsoren". Die Bundesliga sei "wie keine andere Liga in Europa so interessant für die Sponsoren, weil wir Samstag für Samstag mit der ,Sportschau' die hohe Seherfrequenz liefern". "Ich kann mir vorstellen, dass die Vereine am Schluss die Rechnung präsentiert bekommen, dass sich 50 Mio. Euro mehr Fernsehgeld in 100 Mio. Euro weniger Sponsorengeld wandeln", warnt Struve.

    Die Rettung der "Sportschau" sieht Struve als eine seiner Hauptaufgaben in der verbleibenden Amtszeit bis Oktober 2008: "Ich möchte die ,Sportschau' in der bisherigen Form meinem Nachfolger liebend gern schenken, wenn ich denn an das Geschenk herankommen kann", sagt Struve dem kress report.

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