Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Volksbund beruft neuen Wissenschaftlichen Beirat

Volksbund beruft neuen Wissenschaftlichen Beirat
Neuer Wissenschaftlicher Beirat des Volksbundes. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/18238 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge"

Kassel (ots) - Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat einen neuen Wissenschaftlichen Beirat berufen. Statt bisher sechs gehören dem nun deutlich breiter und internationaler aufgestellten Beratergremium 16 Sachverständige aus vier Nationen an.

Volksbund-Präsident Markus Meckel begründet diese Entscheidung mit den neuen Herausforderungen des Vereins: "Unsere Aufgabe der Zukunft ist es, das Gedenken an die deutschen Soldaten und die zivilen Opfer der Kriege auch in einer sich wandelnden Gesellschaft ohne direkte Angehörige zu bewahren. Gegenwärtig entwickeln sich unsere Kriegsgräberstätten von Orten der individuellen Trauer zu Orten des Lernens, eines öffentlichen Gedenkens und zu touristischen Zielen." Laut Meckel gäbe es ein Informationsbedürfnis der Generationen, die den Zweiten Weltkrieg nicht miterlebt hätten. Dem wolle man beispielsweise mit neuen Ausstellungsformen auf Friedhöfen, Prospekten und digitalen Angeboten entgegnen. "Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, bedarf es einer vertieften Reflektion und einer kritischen Differenzierung des Handelns der auf den deutschen Kriegsgräberstätten ruhenden Menschen. Von Bedeutung dabei ist, dass unser Gedenken immer in einem europäischen Kontext steht - nicht zuletzt, weil die Friedhöfe in anderen Ländern liegen, die jeweils ihre individuelle Geschichte und Perspektive haben und die zu kennen von großer Bedeutung ist. Folglich haben wir unseren Wissenschaftlichen Beirat international mit historischer Fachexpertise und didaktischer Kompetenz neu zusammengestellt, um mit diesem Reservoir an Kompetenz unsere Arbeit kritisch und wissenschaftlich begleiten zu lassen."

Im Rahmen der heute stattfindenden konstituierenden Sitzung hat das Gremium einstimmig Professor Sönke Neitzel, den neuen Inhaber der einzigen deutschen Professur für Militärgeschichte an der Universität Potsdam, zu seinem Vorsitzenden gewählt. Er löst damit Professor Rolf Wernstedt ab, der seine langjährige Tätigkeit im Beirat aus gesundheitlichen Gründen beendete. Zu den Stellvertretern Neitzels wurden Dr. Elise Julien vom Institut d'Etudes Politiques de Lille und Professor Krzysztof Ruchniewicz von der Universität Wroclaw gewählt.

Seit 2005 berät der ehrenamtliche Wissenschaftliche Beirat in voller Unabhängigkeit den Präsidenten und den gesamten Bundesvorstand in historisch-politischen Fragen , beispielsweise bei umfangreichen Umgestaltungen auf und von Kriegsgräberstätten, erstellt Texte von grundsätzlicher Bedeutung für Dokumentationen, Ausstellungen und Publikationen.

  Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates:

   Herr 
   Dr. Michele Barricelli 
   Universität Hannover 
   Historisches Seminar

   Herr Professor em.
   Dr. Bernd Faulenbach 
   Bochum

   Frau    
   Dr. Bettina Greiner 
   Berliner Kolleg Kalter Krieg

   Herr Oberst 
   Dr. Gerhard P. Groß 
   Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften 
   der Bundeswehr 
   Potsdam

   Frau 
   Dr. Elise Julien 
   Institut d'Etudes Politiques de Lille

   Frau 
   Hilke Lorenz 
   Redaktionsleiterin 
   Stuttgarter Zeitung

   Herr 
   Dr. Jörg Morré 
   Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst 
   Berlin

   Herr Professor
   Dr. Sönke Neitzel 
   Universität Potsdam 
   Historisches Institut

   Herr 
   Dr. Gorch Pieken
   Militärhistorisches Museum der Bundeswehr 
   Dresden

   Herr Professor
   Dr. Oliver Plessow 
   Universität Rostock 
   Historisches Institut

   Herr Professor
   Dr. Dieter Pohl 
   Austria Universität Klagenfurt 
   Institut für Geschichte, Abteilung Zeitgeschichte

   Herr Professor em. 
   Dr. Reiner Pommerin 
   Dresden

   Frau Professor
   Dr. Susanne Popp 
   Universität Augsburg 
   Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte

   Herr Professor
   Dr. habil. Krzysztof Ruchniewicz 
   Universität Wroclaw 
   Lehrstuhl für Zeitgeschichte 
   Willy Brandt Zentrum für Deutschland und Europastudien

   Herr Professor 
   Dr. Stefan Troebst 
   Universität Leipzig 
   Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur 
   Ostmitteleuropas e.V.

   Herr 
   Dr. Krisztián Ungváry 
   Budapest 

Pressekontakt:

Hilke Vollmer
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