WJD Wirtschaftsjunioren Deutschland

Unternehmergeist und Eigenverantwortung nicht beschneiden
Junge Deutsche Wirtschaft lehnt Reform des Betriebsverfassungsgesetzes ab

    Berlin (ots) - Die Junge Deutsche Wirtschaft lehnt die
Bestrebungen der Bundesregierung ab, die Mitbestimmungsrechte der
Arbeitnehmer durch die Neufassung des Betriebsverfassungsgesetz
auszuweiten. Mit den vorgelegten Riester-Entwürfen werde der
Standortfaktor Arbeit in Deutschland übermäßig reguliert und die
Unternehmen finanziell zusätzlich belastet, heißt es in einer
gemeinsamen Stellungnahme der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD)
und der Junioren des Handwerks. Die Junioren befürchten, dass Gründer
durch derartige gesetzliche Vorgaben abgeschreckt werden und der viel
beschworene Unternehmergeist sowie Inititative und Eigenverantwortung
gebremst werden.  
    
    "Es ist ein Irrglaube, dass man durch gesetzliche Eingriffe in die
Unternehmens- und Arbeitssphäre bessere Beschäftigungsbedingungen
schafft. Im Gegenteil: Die staatlich geregelte Mitbestimmung, scharfe
Vorschriften bei Kündigungsschutz, Zeitverträgen und Leiharbeit
schränken die unternehmerische Freiheit ein und belasten den
Arbeitsmarkt zusätzlich", argumentiert Martin Karren,
Bundesvorsitzender der WJD. "In kaum einem Handwerksbetrieb findet
man einen Betriebsrat, weil die Abstimmung in direkter Kommunikation
zwischen Chef und Angestellten funktioniert. Mit zusätzlichen Regeln
spricht man diesen Menschen die Fähigkeit ab, selbst Lösungen für
ihre betrieblichen Belange zu finden", ergänzt Thilo Bräuninger,
Bundesvorsitzender der Junioren des Handwerks.  
    
    Gleichzeitig würden die geplanten Mitbestimmungsrechte des
Betriebsrates wesentliche unternehmertypische Entscheidungen
behindern. Der Betriebsrat dürfe nicht das Recht erhalten, als
Co-Unternehmer aufzutreten und unternehmerische Entscheidungen
mitzubestimmen. Karren und Bräuninger sind sich einig, dass die
institutionalisierte Mitbestimmung ohnehin ein Auslaufmodell ist. In
einer Zeit, in der Fachkräfte knapp sind und jedes Unternehmen gute
Leute eng an sich binden möchte, werden Mitarbeiter zunehmend am
Erfolg des Unternehmens oder am Unternehmen selbst beteiligt.
Arbeitnehmer entwickeln sich zu Mitunternehmern, die die
traditionellen Formen der Mitbestimmung nicht mehr benötigen, um ihre
Rechte zu wahren.
    
    Die geplante Reform des Betriebsverfassungsgesetzes ist nach
Ansicht der beiden großen Jungunternehmerverbände ein Geschenk der
Bundesregierung an die Gewerkschaften, die dringend ihre Positionen
stärken müssen, wenn sie überhaupt noch Mitglieder an sich binden
wollen. Im Sinne einer modernen, in die Zukunft gerichteten
Beschäftigungsgesellschaft ist es eindeutig ein Schritt in die
Vergangenheit.
    
    
ots Originaltext: WJD
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Martin Karren, Bundesvorsitzender,
Tel.: (0172) 6800557
Berit Heintz, Pressesprecherin,
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