Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN warnt: Lebende Tiere gehören nicht ins Osternest!

Hamburg (ots) - Zu Ostern werden gerne Hasen und Kaninchen verschenkt - aus Schokolade, aus Plüsch, auf Grußkarten - aber auch lebendige Tiere befinden sich oft im Osternest. Kein Wunder: Kaum jemand kann den großen Augen, dem seidigen Fell und dem Sanftmut der kleinen Nager widerstehen. Doch Achtung, so sehr sich Ihr Kind auch einen "echten" Osterhasen wünscht: Die Langohren sind keine Kuscheltiere!

Kaninchen als Haustiere stehen auf der Beliebtheitsliste der Kinder ganz weit oben. Zu Ostern nimmt die Begeisterung für diese Tiere noch einmal um ein Vielfaches zu. Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, erklärt: "Viele Menschen vergessen, dass es sich bei echten Kaninchen nicht um putzige Osterhasen handelt, sondern um Lebewesen, die ein Recht auf tiergerechte Haltung haben."

Wer sich dennoch für ein lebendes Ostergeschenk entscheidet, sollte - wie im Fall jeglicher Haustieranschaffung - folgende Punkte zu beachten:

Schenken Sie nie nur ein Kaninchen! Sie sind soziale Tiere, die mindestens zu zweit gehalten werden sollten. "Nicht vergessen sollte man, die Tiere so früh wie möglich zu kastrieren, um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden", erklärt Johanna Stadler. Die Kaninchen sollten zeitgleich angeschafft werden: "Eine Vergesellschaftung mit neu hinzukommenden Tieren gestaltet sich oft schwierig und nervenaufreibend: Jedes Tier muss sich seine Position im hierarchischen Gefüge erst einmal erkämpfen." Zu bedenken ist ebenfalls, dass Kaninchen bis zu zehn Jahre und älter werden können.

Kaninchen sind Fluchttiere: Sie lassen sich nur ungern anfassen und hochheben. Außerdem sind sie äußerst bewegungsfreudig: "Wer sich Kaninchen anschafft, sollte den Tieren in einem Garten den nötigen Auslauf bieten können", erklärt Johanna Stadler. Kaninchen benötigen daher ein möglichst großes, gut strukturiertes marder- und katzensicheres Gehege mit viel Material zum Nagen, der Möglichkeit zum Graben sowie höhlenartigen Rückzugsmöglichkeiten. Das Gehege muss ein- und ausbruchsicher sein, schattig und weitgehend überdacht.

Johanna Stadler warnt: "Bei vielen Personen kommt es zu allergischen Reaktionen. Unbedingt vor der Anschaffung eines Tieres testen, ob jemand in der Familie Heuschnupfen oder eine Tierhaarallergie hat."

Kaninchen benötigen permanent viel frisches Wasser und Heu. Sollte zuwenig Heu gefüttert werden, können die Zähne der Nager zu lang werden. Diese müssen dann regelmäßig gekürzt werden. "Das bedeutet häufige Besuche beim Tierarzt, zusätzlich zu den üblichen Behandlungen wie Impfungen und Gesundheitschecks. Man sollte den Kostenfaktor Haustier nie außer acht lassen. Ein Kaninchen kostet auf Dauer mehr als nur den Anschaffungspreis", erklärt Stadler.

VIER PFOTEN rät von einer spontanen Anschaffung von Haustieren ab. Eine Alternative können Plüschhasen oder Stofftiere als Geschenk sein. "Ein lebendes Tier sollte erst angeschafft werden, wenn alle Familienmitglieder bereit dazu sind und die Rahmenbedingungen für das Tier geschaffen wurden", betont Johanna Stadler.

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