Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN begrüßt EU-Importverbot für Robbenprodukte
Ab 2010 Einfuhr- und Handelsverbot für Produkte aus jährlichem Robben-Massaker

Hamburg (ots) - Heute hat das EU-Parlament in Straßburg mit überwältigender Mehrheit für ein Handels- und Importverbot für alle Robbenprodukte in der EU gestimmt. Ausnahmen soll es nur für Robbenerzeugnisse aus der Jagd von Inuit und anderer indigener Gruppen geben. Aus Tierschutzsicht ist die strenge Regelung zu begrüßen - waren doch im Vorfeld der Abstimmung weit reichende Ausnahmen in der Diskussion.

VIER PFOTEN erwartet nun auch vom EU-Ministerrat im Juni ein klares Ja zu einem umfassenden Importverbot. "Zahlreiche Proteste in den vergangenen Jahren zeigen: Europäer wollen keine blutbefleckten Robbenprodukte. Dem muss auch der Ministerrat Rechnung tragen", so Thomas Pietsch, Wildtier-Experte von VIER PFOTEN.

Das Importverbot sei ein wichtiges Signal an die Robbenindustrie, dass sich die weltweite Ablehnung gegenüber dem jährlichen Robbenmassaker nun auch in der internationalen Politik niederschlägt, so Pietsch weiter.

Bereits in diesem Jahr verzeichnete die kanadische Robbenjagd dramatische Einbrüche: So wurden von den 338.000 zum Abschuss freigegebenen Tieren bislang nur 57.000 getötet. Die Preise für Felle stürzten in den Keller. "Bereits die Ankündigung eines Verbotes zeigt Wirkung. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass das Einfuhrverbot die tierquälerische Robbenjagd entscheidend schwächen wird", so Pietsch abschließend.

Stimmt der Ministerrat im Juni 2009 für den Vorschlag des Parlaments, kann das Verbot schon im Jahr 2010 in Kraft treten.

Presserückfragen an VIER PFOTEN:

Thomas Pietsch, Wildtier-Experte
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