Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN protestiert mit Riesen-Ente gegen Stopfmast
Internationale Aktionstour durch Europa

München/Hamburg (ots) - Heute protestieren Aktivisten der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN in München gegen den Verkauf von Stopfleberprodukten und von Fleisch aus der Stopfmast. An einer 10 Meter langen und drei Meter hohen Ente werden die Qualen der Stopfmast symbolisch dargestellt. Ein großes Transparent mit der Aufschrift: "Wurde Ihr Festtagsbraten zu Tode gestopft?" zeigt Bilder dieser Tierquälerei.

Im Rahmen der internationalen "STOPftour" von VIER PFOTEN reist die Ente bis Weihnachten durch Europa. Nachdem die Ente in den vergangenen Tagen durch Österreich tourte, startet heute die Aufklärungskampagne gegen die Stopfmast in Deutschland. Nach München bereist das Aktionsteam Leipzig, Hamburg und Mönchengladbach; anschließend geht es in die Niederlande.

"Wer sicher gehen möchte, dass der Festtagsbraten nicht aus grausamer Stopfmast stammt, sollte kein Gänse- oder Entenfleisch aus Ungarn oder Frankreich kaufen", erklärt Markus Pfeuffer, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN. Frankreich und Ungarn sind die größten Produzenten von Stopfleber. Das Fleisch der gestopften Tiere landet im Handel, nachdem die krankhaft vergrößerte Leber entnommen wurde.

Die aktuelle Obduktion einer ungarischen Stopfente an der Veterinärmedizinischen Universität Wien ergab, dass das Tier neben der fast gänzlich abgestorbenen, krankhaft verfetteten Riesen-Leber eine hochgradig eitrige Bronchitis hatte. "Dass derart kranke Tiere in den Verkauf kommen und letztlich auf dem Teller landen, ist ein Skandal", so Pfeuffer.

VIER PFOTEN ruft alle Verbraucher dazu auf, Geflügel aus tierquälerischer Stopfmast zu meiden. Anhand der EWG-Nummer auf dem Etikett kann der Verbraucher prüfen, ob das Geflügel aus einem Betrieb stammt, der auch Stopfleber produziert. Die Liste der EWG-Nummern der relevanten Betriebe kann im Internet unter http://www.vier-pfoten.de ausgedruckt, bei VIER PFOTEN bestellt oder heute direkt am Aktionsort, dem Max-Joseph-Platz in München, abgeholt werden.

Diese "Schwarze Liste" wurde allen Lebensmittelketten zugestellt. "Die Aussage einiger Supermärkte, sie verkauften nur Barbarie-Enten, die grundsätzlich nicht gestopft würden, ist nachweislich falsch", sagt Markus Pfeuffer. In Frankreich und Ungarn werden nicht nur Mulard-Enten gestopft, sondern auch Barbarie-Enten und andere Rassen. Außerdem ist bei verarbeiteten Geflügelprodukten, wie z.B. gebratenen Teilstücken, die Tierrasse in der Regel nicht erkennbar. Um Tierquälerei zu vermeiden, sollte der Kunde zu Bio-Geflügel oder vegetarischen Alternativen greifen.

Weitere Informationen bei VIER PFOTEN:


Markus Pfeuffer, Kampagnenleiter, 0160/905 594 82

Bild- und TV-Material aus der Stopfmast sowie von der Aktion:

Beate Schüler, Pressesprecherin
Tel: 040-399 249 -66 oder 0170-550 82 61
beate.schueler@vier-pfoten.org
http://www.vier.pfoten.de
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